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Sonntag, 12. April 2015

FC Aarau 0 FC Sion 1

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 4306 (150)


Auch beim zweiten Auftritt unter Raimondo Ponte (erstmals im heimischen Brügglifeld) setzte es für die bemühten Aarauer wieder eine Niederlage ab. Zwar zeigte sich die Defensive im Vergleich zur Kanterniederlage in Basel vor Wochenfrist deutlich verbessert, doch die eigenen Torchancen wurden abermals kläglich vergeben. Und so genügte ein einziger Fehler im Spielaufbau, um den Walliser Siegestreffer durch Follonier rund zwanzig Minuten vor dem Ende einer ausgeglichenen Begegnung vorzubereiten, sodass die Aarauer auch im 16. Ligaspiel in Folge sieglos blieben.

Samstag, 4. April 2015

FC Basel 6 FC Aarau 0

Raiffeisen Super League
St. Jakob-Park, Basel
Zuschauer: 26979 (300)


An seinem 60. Geburtstag kam Raimondo Ponte (als Nachfolger des entlassenen Sven Christ) zu seinem Debüt auf dem Aarauer Trainerstuhl und erlebte eine denkwürdige Premiere in negativer Hinsicht. Die offensive Ausrichtung mit mehreren (überforderten) Spieler auf fremden Positionen erlitt schon nach wenigen Minuten Schiffbruch, als Frank Feltscher einen dümmlichen Strafstoss verschuldete, den die Gastgeber zur Führung nutzten. Auf der Gegenseite vergab Aarau in den Anfangsminuten mehrmals aus guter Position, woraufhin das Unheil seinen Lauf nahm...



Die Basler spielten sich, angetrieben vom lautstarken Publikum, in einen wahren Rausch mit vier weiteren Toren innert zwanzig Minuten. Glücklicherweise zeigte sich der nationale Serienmeister mit fortlaufender Spielzeit eher fahrlässig im Verwerten seiner Chancen und weil auch Aarau zur Pause seine Defensive mit entsprechenden Kräften stärkte, gab es im zweiten Umgang nur noch einen weiteren Treffer durch den Ex-FCA-Spieler Gashi zu sehen. Auf den Rängen war aufgrund der Einseitigkeit der Begegnung einzig ein Basler Intro voller Pyrotechnik erinnerungswert.

Samstag, 21. März 2015

GC Zürich 3 FC Aarau 1

Raiffeisen Super League
Stadion Letzigrund, Zürich
Zuschauer: 5700 (200)


Individuelle Aussetzer in der Abwehr brachten Aarau um einen Punktgewinn im Letzigrund. Zwar wusste Petar Sliskovic aus Offside-Position auszugleichen, nachdem GC in der Mitte der ersten Halbzeit durch Ravet in Führung gegangen war. Aber schliesslich sorgten Caio und Dabbur nach gegnerischen Defensivpatzern für einen klaren Heimsieg. Es war eine Aarauer Niederlage zu viel. Am Tag nach dem fehlerhaften Auftritt in Zürich war Sven Christ seinen Trainerposten los...



Im weiten Rund konnten sich die FCA-Fans optisch in Szene setzen - mit einer ausgebreiteten Blockfahne, wo sich Adler, Fussball und Megafon erkennen liessen, sowie einem ebenfalls in den Vereinsfarben gehaltenen Spruchband mit treuer Aufschrift: "Früehner, jetzt und för emmer!!"

Sonntag, 15. März 2015

FC Aarau 1 BSC Young Boys 1

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 5041 (800)


Letztmals hatte Aarau am 5. Oktober 2014 in der Meisterschaft gewonnen - gegen YB. Also ein gutes Omen? In der Tat dauerte es nur knapp fünf Zeigerumdrehungen, bevor Aarau durch Petar Sliskovic in Führung ging. Die Gastgeber brachten eine grossartige Willenleistung auf den Rasen, deren Krönung am Ende haarscharf nur verpasst worde. Aus dem Nichts traf YB in Person von Topskorer Hoarau schliesslich wenige Minuten vor dem Abpfiff doch noch zum Ausgleich.



Beide Fangruppen präsentierten ein gewöhnliches Intro mit Doppelhaltern und Schwenkfahnen, welche auf Seiten der Gäste aus der Bundesstadt mit einer kleineren Portion Rauch in gelber Farbe begleitet wurde. In Sachen Lautstärke waren die YB-Fans grösstenteils überlegen.

Sonntag, 8. März 2015

FC Aarau 0 FC St. Gallen 2

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 4368 (100)


Inzwischen sind fünf Monate seit dem letzten Aarauer Meisterschaftssieg vergangen - und auch im jüngsten Heimspiel gegen die "Espen" war nichts zu holen, nachdem sich Keeper Joël Mall und Verteidiger Igor Nganga vor dem ersten Gegentreffer von Bunjaku gegenseitig behindert hatten. Die Hausherren vergaben ihrerseits beste Abschlusschancen, ehe Rodriguez in der Nachspielzeit mit einem Konter für die endgültige Entscheidung zugunsten der Ostschweizer sorgte.



Auf den Rängen gab es ein kleines Intro der "Szene Aarau" mit Fähnchen in den Clubfarben und dem passenden Transparent "D Farbe wehed ide Loft". Auch am Gästeblock war ein Spruchband angebracht worden, das den Boykott des heutigen Auswärtsspiels von zahlreichen FCSG-Fans erklärte: "Fuessball für alli! 25.-/20.- i Gäschtesektore", so die altbekannte Forderung.

Samstag, 28. Februar 2015

FC Zürich 0 FC Aarau 0

Raiffeisen Super League
Stadion Letzigrund, Zürich
Zuschauer: 7403 (200)


Alles oder nichts. Nach der Blamage in Luzern präsentierte sich der FCA im Letzigrund rundum erneuert - mit einer Dreierabwehr, einem Zweiersturm und einer Einstellung, die dem knallharten Abstiegskampf angemessen ist. Auf diese Weise kam Aarau in einer attraktiven Begegnung mit vielen Abschlusschancen zu einem verdienten Punktgewinn beim Tabellenzweiten aus Zürich.



Auf den Rängen gab es eine kleine Pyroshow von der Südkurve, begleitet von einem passenden Spruchband ("Kapo/Stapo: Au de Isatz isch nöd plant gsi!"), das den Polizeieinsatz beim Derby vor einer Woche kritisierte, als rund 800 FCZ-Fans vor dem Spiel eingekesselt worden waren.

Sonntag, 22. Februar 2015

FC Luzern 4 FC Aarau 0

Raiffeisen Super League
Stadion Allmend, Luzern
Zuschauer: 9633 (300)


Im Abstiegskampf spielte anfangs nur Luzern, mit der grossen Chance vor Augen, endlich seine "rote Laterne" an den heutigen Kontrahenten weiterzuleiten. Einige Grosschancen waren kläglich vergeben worden, bis schliesslich - als auch Aarau im Spiel anzukommen schien - ein Strafstoss nachhalf. Die Aarauer gaben sich nach offensiver Inexistenz in der Mitte der zweiten Halbzeit vollends auf, was die Hausherren noch zu drei Treffern innert acht Spielminuten nutzten.



Dabei war als Intro im Gästeblock auch ein grosses Transparent "Niemols ufgeh!" zu sehen, was von den Spielern missverstanden sein muss. Eine inferiore Leistung auf dem Platz führte zu einer diskussionslosen Auswärtspleite, nachdem an identischer Stätte im Oktober noch der Einzug ins Cup-Viertelfinale dank Treffern von Dusan Djuric und Sandro Wieser bejubelt werden konnte.

Sonntag, 15. Februar 2015

FC Aarau 0 FC Vaduz 1

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 3778 (40)


Eine Woche nach dem aufbauenden Punktgewinn in Thun folgte sogleich ein weiterer Rückschlag mit der Heimpleite im kapitalen Direktvergleich mit dem Aufsteiger aus Vaduz. Einziger Torschütze war Pascal Schürpf mit einem haltbaren Flachschuss zwanzig Minuten vor dem Abpfiff, während Aarau zuvor gute Chancen verpasst hatte - und zweimal an der Torumrandung gescheitert war.



Auf den Rängen herrschte eine bescheidene Atmosphäre, weil sich die "Szene Aarau" für einen Boykott zur Unzeit entschieden hatte. Im Gästeblock waren einige Dutzend Anhänger aus dem "Ländle" auszumachen, deren akustische Äusserungen aber ebenfalls gering ausfielen.

Sonntag, 8. Februar 2015

FC Thun 1 FC Aarau 1

Raiffeisen Super League
Arena Thun, Thun
Zuschauer: 4628 (300)


Ein winterlicher Nachmittag im Berner Oberland begann mit einem Heiratsantrag von Alexander Gonzalez, einem früheren FCA-Spieler in Thuner Diensten, an seine Angebetete und setzte sich mit viel Defensivarbeit beider Auswahlen fort. Als Thun schliesslich durch Rojas in Führung ging, antwortete Aarau mit einer sehenswerten Direktabnahme von Moreno Costanzo zum Ausgleich.



Am Ende des Spiels hatten beide Equipen einen möglichen Siegestreffer auf dem Fuss, doch die Begegnung im Schneetreiben endete schliesslich mit einer gerechten Punkteteilung. Beim Intro gab es auf Seiten der heimischen Fangruppen eine Blockfahne in den Vereinsfarben zu sehen, untermalt von den beiden Transparanten "Parat für d Rückrundi" und "Aus gäbs keis Morn".

Sonntag, 7. Dezember 2014

FC Vaduz 1 FC Aarau 0

Raiffeisen Super League
Rheinparkstadion, Vaduz
Zuschauer: 3427 (200)


Die Aarauer konnten ihre Offensivschwäche auch zum Abschluss der Hinserie nicht ablegen und sind nun seit 428 Minuten ohne Torerfolg. Eine Viertelstunde war gespielt, als die Hausherren ihr Ziel beim Direktschuss von Lang nur knapp verfehlten. Immer besser fand Vaduz in der Folge ins Spiel, was Neumayr schliesslich vor dem Seitenwechsel mittels Volleyabnahme in die entfernte Torecke zur sehenswerten und ebenso verdienten Führung für den Aufsteiger nutzen konnte.



Nun folgte endlich auch eine Reaktion der Gäste, doch der Fernschuss von Dusan Djuric klatschte von der Querlatte ins Spielfeld zurück. Es sollte eine seltene Torchance bleiben. Auch im zweiten Umgang stand Vaduz einem zweiten Treffer über weite Strecken näher, aber auch Lang scheiterte am Aluminium. Einzig Daniel Gygax besass eine potentielle Aarauer Ausgleichschance, schoss aber direkt auf den heimischen Torhüter, sodass das siebte sieglose Spiel in Folge zur Tatsache wurde.

Samstag, 29. November 2014

FC Aarau 0 FC Luzern 3

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 4830 (600)


Der letzte Aarauer Auftritt vor eigenem Publikum in diesem Jahr wurde zur grossen Enttäuschung - mit einer diskussionslosen Niederlage gegen den Tabellenletzten. Eine knappe halbe Stunde war gespielt, als Luzern dank gegnerischer Passivität mit einem Kopfball von Schneuwly zur Führung kam. Die Reaktion der Gastgeber fiel bescheiden aus. Zwar kam Frank Feltscher aus dem Nichts zu einer optimalen Ausgleichschance, doch der unplatzierte Abschluss war wiederum sinnbildlich für den harmlosen Aarauer Auftritt. Am Ende sorgten Lezcano - nach einem Missverständnis in der heimischen Defensive - und Mobulu für einen klaren Auswärtssieg der Zentralschweizer.



Auf den Rängen waren die Gäste nicht nur angesichts der Ereignisse auf dem Rasen in Feierlaune, sondern auch aufgrund des zehnjährigen Bestehens der United Supporters Luzern (USL), was mit einer blauweissen Choreographie aus mehreren Blockfahnen mit dem zentral platzierten USL-Logo gewürdigt wurde. Dazu war auf einem grossen Transparent "Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf deren wir in die Höhe steigen" zu lesen. Als die Gästefans wieder freie Sicht hatten, liessen sie einige hundert Luftballons in den Vereinsfarben in den Abendhimmel steigen.



Im heimischen Fanblock wurde derweil ebenso eine Blockfahne mit der grossen Aufschrift "Aarau" präsentiert, begleitet von einem Spruchband ("Eusi Stadt, euse Verein, euses Lebe!") und einigen Fackeln. Zu Beginn des zweiten Durchgangs vernichteten schliesslich beide Fangruppen grössere Mengen an pyrotechnischen Erzeugnissen, was aufgrund mangelnder Sicht auf dem Spielfeld zu einem kurzen Spielunterbruch führte. Am Ende hatte aber sowieso nur Luzern den Durchblick.

Sonntag, 23. November 2014

FC Basel 3 FC Aarau 0

Raiffeisen Super League
St. Jakob-Park, Basel
Zuschauer: 28742 (300)


Einmal mehr - wie so oft in den letzten 18 Jahren - gab es am Rheinknie nichts zu holen, obwohl sich eine gute Gelegenheit geboten hätte. Aber einerseits wurden beste Aarauer Chancen nicht genutzt, als Stephan Andrist schon nach sieben Minuten aus kürzester Distanz an die Querlatte traf. Und andererseits leistete sich Igor Nganga einen kapitalen Aussetzer, der die einheimische Führung durch den ehemaligen FCA-Topskorer Shkelzen Gashi bedeutete. In den Schlussminuten, als Aarau schliesslich kopflos nach vorne spielte, legte Basel in Person von Embolo und erneut Gashi zwei weitere Treffer nach, um einen schlussendlich ungefährdeten Heimsieg zu feiern.



In der Muttenzerkurve wurden als Intro einige Rauchtöpfe in den verschiedensten Farben sowie vereinzelte Bengalfackeln präsentiert, während sich die "Szene Aarau" mit einem Transparent für günstigere Preise in den Gästeblöcken des Landes einsetzte. Konkret wurden Eintrittspreise von 25 Franken (Erwachsene) bzw. 20 Franken (ermässigt) gefordert. Am Ende des Spiels gab es ein weiteres Spruchband, das das Foulspiel von Sandro Wieser an Gilles Yapi beim Heimspiel gegen Zürich thematisierte: "Bestroft für Iisatz & Liideschaft! Kopf hoch Sandro, gueti Besserig Gilles"

Sonntag, 9. November 2014

FC Aarau 0 FC Zürich 1

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 6261 (800)


Eine Viertelstunde war gespielt, als die Zürcher nach einem Corner von links durch einen Kopfball von Elvedi in Front gingen. Danach folgten zwei Szenen, welche sich mit grosser Geschwindigkeit um den Globus verbreiteten: Zuerst leistete sich Sandro Wieser ein heftiges Foulspiel gegen Yapi, das den ersten Aarauer Platzverweis in der laufenden Spielzeit nach sich zog. Einige Spielminuten später rettete Schlussmann Joël Mall - zusammen mit Aussenverteidiger Igor Nganga - mirakulös in dreimaliger Weise bei einem Strafstoss von Chermiti, der die Vorentscheidung somit verpasste.



In der Folge kämpfte Aarau trotz numerischer Unterzahl - schlussendlich sollte auch noch Olivier Jäckle wegen einer Notbremse frühzeitig unter die Dusche wandern - mit allen Kräften gegen die drohende Niederlage, doch der ersehnte Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Die "Szene Aarau" zeigte als Intro eine grosse Blockfahne ("Fussball Club Aarau"), umrahmt von den altbekannten Doppelhaltern sowie Schwenkfahnen. Im Gästeblock gab es ebenfalls optische Unterstützung, gefolgt von einigen pyrotechnischen Aktionen im Laufe der gesamten Begegnung.

Samstag, 8. November 2014

GC Zürich 3 FC St. Gallen 0

Raiffeisen Super League
Stadion Letzigrund, Zürich
Zuschauer: 6600 (800)


Auf Einladung sollte wieder einmal ein "neutraler" Ernstkampf der obersten Schweizer Spielklasse besucht werden - wenn auch im grössten Leichtathletikstadion des Landes. Auf den Rängen tat sich der FCSG-Anhang in kreativer Weise hervor: Zuerst gab es eine grün-weisse Choreographie mit Fähnchen sowie zwei Blockfahnen. Letztere zeigten das allererstes Vereinslogo (rechts) und dasjenige Emblem, das die Ostschweizer bis zum hundert-jährigen Jubiläum nutzten. Dann folgte eine grössere Pyro-Aktion, welche sich später im kleineren Rahmen nochmals wiederholen sollte.



Der einheimische Anhang präsentierte sich - wie immer im "Exil" Letzigrund - zurückhaltend, was auch den Ereignissen auf dem grünen Rasen entsprach. Bei der Rückkehr von Veroljub Salatic war es der Vielgescholtene höchstpersönlich, die die Führung der Hoppers nach Vorarbeit von Dabbur erzielen konnte. Letztgenannter durfte sich, nachdem die Gegenwehr des Tabellendritten aus der Ostschweiz völlig zusammengebrochen war, selbst noch als doppelter Torschütze feiern lassen, um seinen blau-weissen Farben ein wenig Luft im harten Abstiegskampf zu verschaffen.

Sonntag, 2. November 2014

FC Sion 2 FC Aarau 2

Raiffeisen Super League
Stade de Tourbillon, Sion
Zuschauer: 8200 (200)


Eine Woche nach dem grossartigen Doppler in Savièse fand sich meine Wenigkeit einmal mehr am Bahnhof in Sion wieder. Heute sollten drei Zähler aus dem Stade de Tourbillon (benannt nach der Burgruine auf dem gleichnamigen Hügel, nordöstlich der Altstadt) entführt werden. Diese Mission begann erfreulich, als Sven Lüscher nach einem Rempler von Pa Modou gegen seinen eigenen (!) Torhüter schliesslich nur noch ins leere Gehäuse einzuschieben brauchte. In der Mitte der ersten Hälfte erhöhte Sandro Wieser mit einem abgefälschten Schuss sogar auf 2:0 für die Aarauer.



Aber die Lokalmatadoren antworteten mit einem Kopfballtreffer durch Ndoye. Und nachdem Pa Modou zu Beginn der zweiten Halbzeit ebenfalls per Kopf ausgeglichen hatte, stand Sion einem Vollerfolg zweifellos näher, doch die Schützlinge von Aarau-Cheftrainer Sven Christ vermochten einen Punkt zu verteidigen. Auf den Rängen protestierten die Gästefans gegen freien Eintritt (!) und kostenloses Essen ("Attraktiver als Wii & Verpflegig wär en lebändigi Walliser Ultrabewegig!"). Die Eintrittsgelder wurden für einen gemeinnützigen Zweck gespendet, was wiederum auf einem Transparent ("CC mer wänd vo der kei Franke, d'Stiftig Seehalde seit danke!") nachzulesen war.

Samstag, 25. Oktober 2014

FC Thun 0 FC Aarau 0

Raiffeisen Super League
Arena Thun, Thun
Zuschauer: 5421 (200)


Im dritten Anlauf stand Aarau sehr nahe am ersten Vollerfolg in der Arena Thun, auch wenn die heimstarken Gastgeber - bislang in fünf von sechs Ligaspielen vor eigenem Publikum siegreich - vor dem Seitenwechsel mit einem zügigen Umschaltspiel zu guten Chancen kamen. Im zweiten Durchgang traten die Schützlinge von Chefcoach Sven Christ stark verbessert auf, woraus eine erste Möglichkeit von Juan Pablo Garat resultierte; sein Schuss wurde auf der Torlinie geklärt.



Nach einer knappen Stunde Spielzeit traf Wieser, eben erst eingewechselt, aus zwanzig Metern an die Torumrandung. Und schliesslich wurde ein erster Treffer von Neuzuzug Ognjen Mudrinski wegen einer zweifelhaften Offsideposition annulliert, sodass die Begegnung im Berner Oberland torlos endete. Auf den Zuschauerrängen machten die heimischen Supporter mit einem dichten Fahnen-Intro, gefolgt von einer kleinen pyrotechnischen Einlage, auf sich aufmerksam.

Samstag, 18. Oktober 2014

FC Aarau 0 FC St. Gallen 3

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 4848 (100)


Erstmals setzte es in der Amtszeit von Chefcoach Sven Christ eine deutliche Niederlage ab, was sich mit der Aarauer Fehleranfälligkeit und der unterschiedlichen Effizienz beider Mannschaften erklären liess. Die Ostschweizer gingen kurz vor dem Seitenwechsel nach einem Eckball durch Besle in Führung. Danach spielte Aarau zwar wacher vorwärts, vermochte seine Chancen durch Andrist, Burki und Senger jedoch nicht in Tore umzumünzen; stattdessen sorgte Tafer inmitten der Aarauer Druckpause nach einem Ballverlust im Spielaufbau für die Entscheidung zugunsten der Gäste, ehe Tréand einen (zu) deutlichen Endstand gegen aufgebende Gastgeber fixierte.



Auf den Rängen tat sich die "Szene Aarau" mit einer kleinen Choreographie zum geplanten, von einer Beschwerde blockierten Neubau des Stadions hervor. In einem Fahnenmeer war zu lesen: "En demokratische Entscheid akzeptiere, s'Stadion realisiere!" (oben) bzw. "Aarau mues läbe!" (unten), abgerundet von einigen abgefeuerten Luftschlangen in den Clubfarben. Im Gästeblock gab es ausserordentlich viel Bewegungsfreiheit, weil der Dachverband der FCSG-Fans zu einem Boykott gegen die hohen Eintrittspreise (ohne Abstufungen) aufrief; schliesslich fand sich eine knappe Hundertschaft im Gästesektor ein. Andere konnten im heimischen Bereich ausgemacht werden, während es die Mehrheit vorzog, einen stillen Protest vor dem Stadion abzuhalten.

Sonntag, 5. Oktober 2014

FC Aarau 3 BSC Young Boys 2

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 5184 (700)


Die Aarauer liessen sich auch im vierten Direktvergleich mit den Bundesstädtern in diesem Jahr nicht bezwingen, obwohl sie zweimal in Rückstand gelegen waren. Rund zwanzig Minuten waren gespielt, als Bertone nach schöner Nikci-Vorarbeit für die Berner Führung sorgte. Nachdem Igor Nganga nach einer Freistossflanke von Sven Lüscher auszugleichen wusste, sorgte Steffen mit einem spektakulären Seitfallzieher für einen erneuten Berner Jubel - und den Halbzeitstand.



Nach der Pause - und zwei personellen Wechseln - trat Aarau stärker auf, was zur abermaligen Egalisation des Spielstands durch einen Kopfball (!) von Stephan Andrist führte. Und der Berner Oberländer in Diensten der Aarauer blühte nach seinem ersten Saisontreffer richtiggehend auf - schliesslich belohnte er sich selbst für einen starken Auftritt, indem er in der 84. Minute mittels Direktschuss für einen umjubelten, mit viel Kampf realisierten Heimsieg im Brügglifeld sorgte.

Samstag, 27. September 2014

Zweimal Zürich, zweimal sieglos

Mittwoch Zürich, Samstag Zürich. Innert 72 Stunden musste die Auswahl von Aarau-Chefcoach Sven Christ gleich zweimal im Leichtathletikstadion Letzigrund antreten. Beim Auftritt gegen den damaligen Leader FC Zürich war es ausschliesslich Joël Mall zu verdanken, dass der Vergleich mit einer torlosen Punkteteilung endete. Der Aarauer Torhüter parierte sämtliche Abschlussversuche der Gastgeber mirakulös, während sich seine Vorderleute nur vereinzelt vor dem gegnerischen Gehäuse in Szene setzen konnten. Dennoch reichte es, um die Stadtzürcher erstmals in der laufenden Spielzeit sieglos aus dem eigenen Stadion gehen zu sehen.



Der Auftritt beim kriselnden Vizemeister vom Grasshopper Club Zürich war aus Sicht der Aarauer hingegen enttäuschend: Nach einem erfrischenden Start tat sich die Christ-Elf immer schwierig, was durch Ravet (auf Zuspiel von Dabbur) zur heimischen Führung genutzt wurde. Als Aarau zu Beginn der zweiten Hälfte endlich offensiver agierte, schlug GC durch Abrashi erneut zu. Da kam auch der Aarauer Ehrentreffer durch Igor Nganga vor einer enttäuschenden Kulisse zu spät.

Samstag, 13. September 2014

FC Aarau 2 FC Thun 1

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 4260 (200)


Die finanziellen Fliegengewichte aus Aarau und Thun waren erfreulich in die laufende Spielzeit in der obersten Schweizer Spielklasse gestartet - selbst grössere Kontrahenten wurden tabellarisch stehen gelassen. Im Direktduell sollten sich die Schützlinge von Cheftrainer Sven Christ vor dem eigenen Anhang durchsetzen. Der Grundstein für den zweiten Heimsieg dieser Saison wurde vor dem Pausentee gelegt, als Luca Radice nach Vorarbeit von Stephan Andrist aus kurzer Distanz erfolreich war und seine Farben somit für eine starke Endphase in der ersten Halbzeit belohnte.



Aber Aarau liess auch einige Torchancen ungenutzt verstreichen, sodass die Berner Oberländer zehn Minuten nach Wiederanpfiff dank einem schnörkellosen Angriff durch Sadik zum Ausgleich aus dem Nichts kamen. Erst in den finalen Minuten - mit den eingewechselten Dusan Djuric und Sandro Wieser - kam der FCA nochmals stärker auf, was Letzterer auf Zuspiel von Radice fünf Minuten vor dem Ende prompt mittels Flachschuss zum verdienten Aarauer Siegtreffer nutzte.