Sonntag, 7. Dezember 2014

FC Vaduz 1 FC Aarau 0

Raiffeisen Super League
Rheinparkstadion, Vaduz
Zuschauer: 3427 (200)


Die Aarauer konnten ihre Offensivschwäche auch zum Abschluss der Hinserie nicht ablegen und sind nun seit 428 Minuten ohne Torerfolg. Eine Viertelstunde war gespielt, als die Hausherren ihr Ziel beim Direktschuss von Lang nur knapp verfehlten. Immer besser fand Vaduz in der Folge ins Spiel, was Neumayr schliesslich vor dem Seitenwechsel mittels Volleyabnahme in die entfernte Torecke zur sehenswerten und ebenso verdienten Führung für den Aufsteiger nutzen konnte.



Nun folgte endlich auch eine Reaktion der Gäste, doch der Fernschuss von Dusan Djuric klatschte von der Querlatte ins Spielfeld zurück. Es sollte eine seltene Torchance bleiben. Auch im zweiten Umgang stand Vaduz einem zweiten Treffer über weite Strecken näher, aber auch Lang scheiterte am Aluminium. Einzig Daniel Gygax besass eine potentielle Aarauer Ausgleichschance, schoss aber direkt auf den heimischen Torhüter, sodass das siebte sieglose Spiel in Folge zur Tatsache wurde.

Samstag, 6. Dezember 2014

TSG Balingen 2 Bahlinger SC 2

Oberliga Baden-Württemberg
Au-Stadion, Balingen
Zuschauer: 700


Ein interessanter Doppler im süddeutschen Raum lockte meine Wenigkeit nach Balingen, wo auch bereits Chauffeur Stecki - tags zuvor beim Ostalb-Derby in Heidenheim unterwegs - am Bahnhof wartete. Rund zehn Minuten Fussweg entfernt findet sich das Au-Stadion mit dem Blickfang einer neuen Haupttribüne (Kostenpunkt: 5,84 Millionen Euro!) mit fünf grauen Sitzschalenreihen, deren Einweihung erst vor wenigen Wochen stattgefunden hatte und nun ein "attraktives Bauwerk aus Holz und Sichtbeton" (Stadt Balingen) darstellt. In der Tat wurde ein charakteristischer Neubau errichtet, welcher sich vom sonstigen Eintrittsbrei neuer Grounds durchaus abzuheben vermag.



Auch die heutige Spielpaarung war ein (orthografischer) "Hingucker". Es spielte Ba(h)lingen, was dem Duell Erster gegen Dritter entsprach. Das Aufeinandertreffen dieser (Beinahe-)Namensvetter begann mit der spielerischen Überlegenheit der Gäste vom Kaiserstuhl, deren Führung folgerichtig nach einer Viertelstunde zur Tatsache wurde. Einen zweiten Torerfolg wusste der Schiedsrichter mit einer seltsamen Auslegung der Vorteilregel zu verhindern. Im zweiten Durchgang sorgten die Eyachstädter mit zwei frühen Treffern für eine erstaunliche Wende, was Bahlingen wiederum mit einem verwandelten Strafstoss zum Schlussergebnis zu beantworten vermochte. Am Ende eines ausgeglichenen Spitzenkampfes wurde noch ein Gästespieler mit einer Ampelkarte bedacht, ehe es zurück ins warme Auto ging, um das zweite Ziel des Tages am Bodensee anzufahren.

FC Rot-Weiss Salem 3 SV Allensbach 0

Bezirksliga Bodensee
Schlossseestadion, Salem
Zuschauer: 100


Nach einer Fahrt durchs Linzgau wurde Salem - bekannt für seinen Affenberg und sein Schloss - zwanzig Minuten vor dem Anpfiff erreicht. Der örtliche Bezirksliga-Ground kann mit seinen sechs überdachten Stufen (mit Sitzbänken) als überdurchschnittlich bezeichnet werden. In der letzten Spielzeit erst in der 89. Minute der Relegation zur Landesliga gescheitert, musste sich Salem vor dem letzten Heimspiel dieses Jahres mit Rang fünf zufriedengeben. Umso stärker war der heutige Auftritt, der den Einheimischen schon in den Startminuten mehrere Grosschancen einbrachte.



Allein es fehlte an der nötigen Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse. Erst nach einer halben Stunde schien der Bann schliesslich gebrochen, als ein Kopfball ungehindert seinen Weg ins Netz fand. Dann kamen aber auch die abstiegsbedrohten Gäste aus Allensbach - zwischen Konstanz und Radolfzell gelegen - immer besser ins Spiel. Am Ende brachten sie sich mit einer dümmlichen Tätlichkeit an der Seitenlinie selbst um einen möglichen Punktgewinn, was die Hausherren in der Schlussphase durch zwei Abschlüsse von rechtsaussen noch zum deutlichen Heimsieg nutzten.

Samstag, 29. November 2014

FC Aarau 0 FC Luzern 3

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 4830 (600)


Der letzte Aarauer Auftritt vor eigenem Publikum in diesem Jahr wurde zur grossen Enttäuschung - mit einer diskussionslosen Niederlage gegen den Tabellenletzten. Eine knappe halbe Stunde war gespielt, als Luzern dank gegnerischer Passivität mit einem Kopfball von Schneuwly zur Führung kam. Die Reaktion der Gastgeber fiel bescheiden aus. Zwar kam Frank Feltscher aus dem Nichts zu einer optimalen Ausgleichschance, doch der unplatzierte Abschluss war wiederum sinnbildlich für den harmlosen Aarauer Auftritt. Am Ende sorgten Lezcano - nach einem Missverständnis in der heimischen Defensive - und Mobulu für einen klaren Auswärtssieg der Zentralschweizer.



Auf den Rängen waren die Gäste nicht nur angesichts der Ereignisse auf dem Rasen in Feierlaune, sondern auch aufgrund des zehnjährigen Bestehens der United Supporters Luzern (USL), was mit einer blauweissen Choreographie aus mehreren Blockfahnen mit dem zentral platzierten USL-Logo gewürdigt wurde. Dazu war auf einem grossen Transparent "Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf deren wir in die Höhe steigen" zu lesen. Als die Gästefans wieder freie Sicht hatten, liessen sie einige hundert Luftballons in den Vereinsfarben in den Abendhimmel steigen.



Im heimischen Fanblock wurde derweil ebenso eine Blockfahne mit der grossen Aufschrift "Aarau" präsentiert, begleitet von einem Spruchband ("Eusi Stadt, euse Verein, euses Lebe!") und einigen Fackeln. Zu Beginn des zweiten Durchgangs vernichteten schliesslich beide Fangruppen grössere Mengen an pyrotechnischen Erzeugnissen, was aufgrund mangelnder Sicht auf dem Spielfeld zu einem kurzen Spielunterbruch führte. Am Ende hatte aber sowieso nur Luzern den Durchblick.

Sonntag, 23. November 2014

FC Basel 3 FC Aarau 0

Raiffeisen Super League
St. Jakob-Park, Basel
Zuschauer: 28742 (300)


Einmal mehr - wie so oft in den letzten 18 Jahren - gab es am Rheinknie nichts zu holen, obwohl sich eine gute Gelegenheit geboten hätte. Aber einerseits wurden beste Aarauer Chancen nicht genutzt, als Stephan Andrist schon nach sieben Minuten aus kürzester Distanz an die Querlatte traf. Und andererseits leistete sich Igor Nganga einen kapitalen Aussetzer, der die einheimische Führung durch den ehemaligen FCA-Topskorer Shkelzen Gashi bedeutete. In den Schlussminuten, als Aarau schliesslich kopflos nach vorne spielte, legte Basel in Person von Embolo und erneut Gashi zwei weitere Treffer nach, um einen schlussendlich ungefährdeten Heimsieg zu feiern.



In der Muttenzerkurve wurden als Intro einige Rauchtöpfe in den verschiedensten Farben sowie vereinzelte Bengalfackeln präsentiert, während sich die "Szene Aarau" mit einem Transparent für günstigere Preise in den Gästeblöcken des Landes einsetzte. Konkret wurden Eintrittspreise von 25 Franken (Erwachsene) bzw. 20 Franken (ermässigt) gefordert. Am Ende des Spiels gab es ein weiteres Spruchband, das das Foulspiel von Sandro Wieser an Gilles Yapi beim Heimspiel gegen Zürich thematisierte: "Bestroft für Iisatz & Liideschaft! Kopf hoch Sandro, gueti Besserig Gilles"

Samstag, 22. November 2014

SG Sonnenhof Grossaspach 1 Chemnitzer FC 0

3. Liga
Sportpark Fautenhau, Grossaspach
Zuschauer: 2003 (500)


Knapp achttausend Menschen sind in der Grossgemeinde Aspach - bestehend aus den Ortsteilen Grossaspach, Kleinaspach, Rietenau und Allmersbach am Weinberg - wohnhaft, sodass die ganze Bevölkerung mühelos im örtlichen Sportpark Fautenhau einquartiert werden könnte. Am Waldrand findet sich eine moderne Arena inkl. alleinstehender Haupttribüne mit einem aussergewöhnlichen Anbau in der Form einer kanadischen Blockhütte und eines urchigen Restaurantbetriebs mit dem Namen "Fautenhau Alm". Auf den restlichen Spielfeldseiten findet sich ein durchgängiger Neubau mit schwarzen Sitzschalen (sowie zwei roten Schriftzügen SG) - abgesehen von den äusseren Hintertorbereichen, wo eine geringe Menge an überdachten Stehplätzen eingeplant wurde.



Entstanden ist eine beispiellose Infrastruktur - mit Hilfe einer Investorengruppe um die Profispieler Aljaksandr Hleb und Mario Gomez finanziell gestemmt - für einen zuvor unbedeutenden Dorfverein, dessen Aufschwung nach der Jahrtausendwende in rasanter Geschwindigkeit voranging. Dies war dem Hotelier, Spielerberater und vor allem Mäzen Uli Ferber, seines Zeichens mit der werbemässig im Stadion omnipräsenten Schlagersängerin Andrea Berg verheiratet, zu verdanken. Viermal gab es im Örtchen aus der Nähe von Backnang einen Aufstieg zu feiern, ehe sich die SG Sonnenhof Grossaspach - vor zwanzig Jahren aus einem Zusammenschluss von FC Sonnenhof Kleinaspach und SpVgg Grossaspach entstanden - in diesem Sommer erstmalig für die eingleisige 3. Liga zu qualifizieren vermochte. Momentan teilt sie ihre Heimat mit dem Amateuren des VfB Stuttgart, welche wegen des aktuellen Umbaus des Waldaustadions in die Provinz ausweichen müssen.



Ausverkauft war die moderne Arena in einem offiziellen Bewerbsspiel noch nie. Rund zweitausend Interessierte wollten sich das Gastspiel der "Himmelblauen" aus Chemnitz ansehen, deren einzige Offensivaktion ein verschossener Handspenalty an den linken Torpfosten zum Auftakt der zweiten Halbzeit darstellte. Wenige Minuten später kamen die Hausherren nach einem seitlichen Freistoss mittels Kopfball zum Siegestreffer, nachdem sie sich vor dem Pausentee schon optische Vorteile erspielt hatten. Am Ende feierte Grossaspach unter "Aushilfstrainer" Uwe Rapolder seinen dritten Sieg im dritten Spiel, während sich Chemnitz nur noch eine Ampelkarte einfing. Auf den Rängen feierte ein ausdauerndes Dutzend Heimfans im Rahmen der eigenen Möglichkeiten. Hingegen war die Stimmungslage bei den zahlreichen Gästefans im Laufe der Begegnung eher abflachend.

Samstag, 15. November 2014

FV Lörrach-Brombach 3 SF Elzach-Yach 0

Landesliga Südbaden 2
Sportplatz im Grüttpark, Lörrach
Zuschauer: 150


Ein lockerer Doppler am Hochrhein liess meine Wenigkeit nach Lörrach aufbrechen, wo vor sieben Jahren bereits einmal ein Testspiel gegen den damaligen Zweitligisten SC Freiburg beehrt worden war. Im Leichtathletikstadion wird aber nur selten gespielt. Der Fusionsverein Lörrach-Brombach, erst 2012 zusammengeführt, trägt seine Heimpartien nämlich auf dem benachbarten Sportplatz aus. Auf einer Längsseite finden sich zwei Stehstufen sowie eine grosse Baustelle, die das neue (zeitlich verzögerte) Vereinsheim entstehen lassen soll. Nebenan wird an einem Kunstrasenplatz gebaut, der die chronischen Platzprobleme des Grossclubs (knapp 1'000 Mitgliedern) lindern soll.



Die Gastgeber erzielten im ersten Umgang zwei Tore, jeweils durch einen Handspenalty, was die Kräfteverhältnisse nicht richtig wiederspiegelte. Aber Elzach-Yach agierte vor dem gegnerischen Gehäuse zu fehlerhaft, um ihre gefährlichen Möglichkeiten erfolgreich zu verwerten. Auch nach dem Pausentee liess sich der heimische Torhüter nicht bezwingen; stattdessen nutzte Lörrach einen seltenen Angriff von halblinks zum Endergebnis, nachdem zuvor ein Konter noch auf der Torlinie geklärt worden war. Ansonsten "sicherten" sich die Gäste nur noch eine Ampelkarte.

SV Weil am Rhein II 1 FC Wallbach 1

Bezirksliga Hochrhein
Sportzentrum Nonnenholz (NP), Weil a.R.
Zuschauer: 30


Im strömenden Regen wurde die Nachbarstadt Weil am Rhein nach wenigen Minuten Zugfahrt erreicht, wo das Stadion am Nonnenholz rechts liegen gelassen wurde, um den benachbarten Kunstrasenplatz - ständige Heimat der zweiten Mannschaft, deren Auftritte grösstenteils am späteren Samstagnachmittag über die Bühne gehen - zu beehren. Immerhin vier ungedeckte, leicht überwachsene Stehstufen finden sich auf beiden Längsseiten der modernen Anlage.



Nach einer ereignisarmen Anfangsphase verschätzte sich der heimische Keeper bei einem hohen Zuspiel; stattdessen traf er einen Gegenspieler, was richtigerweise mit einem Elfmeter geahndet wurde - 1:0 für Wallbach, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Schweizer Gemeinde auf der gegenüberliegenden Rheinseite. Die Hausherren erwiesen sich im Abschluss als sehr harmlos, wovon sich Wallbach im zweiten Durchgang anstecken liess. Es folgte, nachdem Weil kurz zuvor alleine vor dem gegnerischen Keeper gescheitert war, ein eher überraschender Ausgleichstreffer mittels Kopfball, was auch dem Endergebnis in einer zerfahrenen Begegnung entsprach.

Donnerstag, 13. November 2014

SC Freiburg 3 FC Aarau 1

Freundschaftsspiel
Möslestadion, Freiburg
Zuschauer: 400


Endlich wieder Testspiele in den Länderspielpausen, endlich wieder im Ausland. Das Möslestadion hat sich seit 2003, als der Ground mit einem Oberliga-Ernstkampf der Zweitvertretung erstmalig besucht worden war, nicht verändert. Noch immer findet sich eine überdachte Haupttribüne und einige ungedeckte Stehstufen auf beiden Längsseiten im alternden Stadion, welches nach einer lokalen Parkanlage benannt worden ist. Es wird noch immer als Spielort der zweiten Mannschaft sowie der Nachwuchsauswahlen aus der ansässigen Freiburger Fussballschule genutzt.



Im Duell mit dem Bundesligisten tat sich der FCA längere Zeit schwer; stattdessen ging Freiburg durch einen Kopfballtreffer von Schahin in Führung. Erst in der Mitte der zweiten Hälfte setzten die Schützlinge von Trainer Sven Christ eigene Akzente in der Offensive, was mit dem Ausgleich durch das eingewechselte Nachwuchstalent Marvin Spielmann mittels Kopfstoss belohnt wurde. Aber zwei Aarauer Unachtsamkeiten in der Defensive - gefolgt von Torerfolgen durch Freis und Almpanis - sorgten dafür, dass die Breisgauer schliesslich als Gewinner vom Spielfeld gingen.

Sonntag, 9. November 2014

FC Aarau 0 FC Zürich 1

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 6261 (800)


Eine Viertelstunde war gespielt, als die Zürcher nach einem Corner von links durch einen Kopfball von Elvedi in Front gingen. Danach folgten zwei Szenen, welche sich mit grosser Geschwindigkeit um den Globus verbreiteten: Zuerst leistete sich Sandro Wieser ein heftiges Foulspiel gegen Yapi, das den ersten Aarauer Platzverweis in der laufenden Spielzeit nach sich zog. Einige Spielminuten später rettete Schlussmann Joël Mall - zusammen mit Aussenverteidiger Igor Nganga - mirakulös in dreimaliger Weise bei einem Strafstoss von Chermiti, der die Vorentscheidung somit verpasste.



In der Folge kämpfte Aarau trotz numerischer Unterzahl - schlussendlich sollte auch noch Olivier Jäckle wegen einer Notbremse frühzeitig unter die Dusche wandern - mit allen Kräften gegen die drohende Niederlage, doch der ersehnte Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Die "Szene Aarau" zeigte als Intro eine grosse Blockfahne ("Fussball Club Aarau"), umrahmt von den altbekannten Doppelhaltern sowie Schwenkfahnen. Im Gästeblock gab es ebenfalls optische Unterstützung, gefolgt von einigen pyrotechnischen Aktionen im Laufe der gesamten Begegnung.