Dienstag, 7. April 2015

FC Lommiswil 2 FC Selzach 2

3. Liga regional (SOFV)
Sportplatz Weiher, Lommiswil
Zuschauer: 80


In der Region Solothurn wurde direkt nach Ostern eine vollständige Spielrunde unter der Woche angesetzt. Einige Grounds waren noch offen, am Ende sollte es zum Lokalduell zweier Teams aus der oberen Ranglistehälfte nach Lommiswil gehen. Erst vor wenigen Tagen war Selzach zu Hause gegen den Tabellenletzten aus Derendingen verfolgt worden - und auch heute Abend kamen die Grün-Weissen zu einem frühen Führungstreffer: Ein erster Abschuss war noch vom Innenpfosten abgeprallt, doch der Nachschuss flog schliesslich in die Maschen. Die Selzacher blieben auch in der Folge leicht überlegen. Umso überraschender, dass die Gastgeber noch vor dem Pausentee durch einen abgefälschter Distanzschuss zur glückhaften Egalisierung des Spielstandes kamen.



Dieser Ausgleichstreffer gab Lommiswil sichtlich Auftrieb - sieben Minuten nach Wiederanpfiff lag das Leder nach einer Hereingabe von rechts erneut im Netz. Dann verpassten es die Hausherren, einen dritten Torerfolg nachzulegen, während Selzach im direkten Gegenzug aus einer strittigen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. In der 88. Minute durften die Gäste aber jubeln, nachdem ein hoher Ball vom heimischen Keeper (Beschreibung: Mehr Körpermasse, weniger Sprungkraft) verpasst worden war. Letzterer rettete seinen Vorderleuten in der Folge aber wenigstens einen Zähler mit einer mirakulösen Mehrfachparade nach einem Abschluss aus kürzester Distanz.

Montag, 6. April 2015

FC Grosshöchstetten-Schlosswil 3 SC Holligen 94 0

4. Liga regional (FVBJ)
Sportplatz Arniacher, Grosshöchstetten
Zuschauer: 60


An den frühlingshaften Feiertagen (Ostern, Pfingsten) wird in der Schweiz nur in ausgewählten Regionen gespielt, dafür mit umso vielseitigeren Anspielzeiten. Dementsprechend bot sich ein "Dreier" im Grossraum Bern an - mit einem Auftaktspiel in der ländlichen Emmentaler Gemeinde Grosshöchstetten. Die Gastgeber sind nach der Winterpause ungeschlagener Tabellenführer in ihrer Gruppe, was den Aufstieg in die 3. Liga nur noch als Formsache erscheinen lässt. Auch im Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten Sportclub Holligen 94 waren drei Punkte fest budgetiert, wobei sich eine spielerische Überlegenheit erst in der Mitte der ersten Hälfte erkennen liess, als der FCGS zweimal an der Torumrandung scheiterte. Zehn Minuten vor dem Seitenwechsel kam Grosshöchstetten durch einen Abschluss frei vor dem Keeper doch noch zur Führung.



Im zweiten Durchgang spielten die Hausherren ihre Dominanz deutlicher aus, woraus auch ein erneuter Torerfolg mittels Kopfball - nach einem Fernschuss an die Querlatte - resultierte. Eine Antwort der Gäste war einzig in Form von zunehmenden Gehässigkeiten auszumachen, was im weiteren Spielverlauf noch zwei direkte Platzverweise gegen Akteure von Holligen 94 zur Folge hatte. Vom plötzlichen Freiraum vermochte der Fusionsclub Grosshöchstetten-Schlosswil (2001) nur bedingt zu profitieren, weil einige Grosschancen kläglich vergeben wurden. Immerhin reichte es auf dem ausbaulosen Ground - im Jahr 1999 noch vom FC Grosshöchstetten in der 2. Liga eingeweiht - am Ende noch zu einem dritten Treffer per Flachschuss in die nahe Torecke.

FC Bethlehem BE 1 FC Goldstern 2

3. Liga regional (FVBJ)
Sportplatz Brünnen, Bern
Zuschauer: 100


An diesem sonnigen Ostermontag ging es weiter in der Bundesstadt beim Berner Quartierverein Bethlehem, dessen Sportplatz (mit zwei ungedeckten Stehstufen auf der Längsseite) erst 2010 inmitten einer Neubausiedlung errichtet worden war. Auf der gepflegten Grünfläche wurde ein animierter Beginn beider Equipen mit einigen Abschlussmöglichkeiten geboten. In der Mitte der ersten Halbzeit zappelte das Leder schliesslich im Netz, als ein Verteidiger von Goldstern nach einer Hereingabe von links ins eigene Tor traf. Nur fünf Zeigerumdrehungen später waren die Gäste schliesslich per Kopfball auch auf der anderen Seite erfolgreich, was dem verdienten Ausgleich nach einem Corner gleichkam.



Und es sollte noch besser kommen für die aufstrebenden Sterne, die die erstmalige Führung vor dem Pausenpfiff alleine vor dem gegnerischen Torhüter realisieren konnten. In der Folge tat sich Bethlehem lange Zeit schwer, um eine Antwort zu finden - vor allem weil es trotz zunehmender Überlegenheit an der nötigen Qualität im Abschluss mangelte. Letztere konnte auch Goldstern, einem Club aus der Umlandgemeinde Herrenschwanden, nicht vorweisen, sodass die endgültige Entscheidung mehrfach grosszügig vergeben wurde. Dennoch reichte es schliesslich für einen knappen Auswärtserfolg bei den abstiegsbedrohten Gastgebern aus dem Westen von Bern.

FC Rubigen 0 SCI Esperia Napoli Berna 4

3. Liga regional (FVBJ)
Sportplatz Hunzigenrüti, Rubigen
Zuschauer: 60


Eigentlich sollte es zum Abschluss des Ausflugs nur wenige Schritte weiter zum NK Tomislavgrad gehen, doch der "serbelnde" Viertligist mit kroatischen Wurzeln trat zum Vergleich gegen Belp II überhaupt nicht an. Daher musste ein Umweg via Rubigen in Kauf genommen werden, um in den Abendstunden einen weiteren Ground ohne Ausbau zu besuchen. Auf dem Rasen wartete eine erschreckend einseitige Begegnung zwischen dem Tabellenfünften und dem Drittplatzierten, die der Immigrantenverein aus der Bundesstadt problemlos für sich entscheiden konnte. Zum ersten Mal tauchte Esperia in der zweiten Minute gefährlich vor dem heimischen Gehäuse auf, als eine vermeintliche Abseitsposition für die Annullierung der Führung sorgte. Weitere Chancen folgten - und somit auch das verdiente Premierentor der Gäste nach einer Hereingabe von rechtsaussen.



Eine halbe Stunde war gespielt, als die Berner Multikulti-Truppe mit einem Doppelschlag für eine frühzeitige Entscheidung sorgte, während Rubigen erst mit dem Pausenpfiff zu einer allerersten Abschlussmöglichkeit kam. Weil sich Esperia im zweiten Durchgang konsequent an den eigenen Strafraum zurückzog, war wenigstens noch ein Pfostentreffer und unglaublich viel Unvermögen aufseiten der Lokalmatadoren auszumachen, die die besten Torchancen nicht nutzen konnten; stattdessen traf Esperia in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum deutlichen Endstand, als sich der heimische Keeper von einem schnell ausgeführten Freistoss aus rund vierzig Minuten übertölpeln liess - ein mehr als bezeichnender Schlusspunkt in einer ungleichen Begegnung.

Donnerstag, 2. April 2015

FC Buttisholz 3 FC Stans 1

2. Liga regional (IFV)
Sportpark Buttisholz, Buttisholz
Zuschauer: 100


Bereits einmal, vor einem knappen Jahr, versuchte sich meine Wenigkeit an der Komplettierung der Innerschweizer Regionalliga. Dies scheiterte an der Tatsache, dass der neue Sportpark von Buttisholz - einige ungedeckte Stufen vor dem Clubhaus - zwar fertiggestellt war, aber sich als ungepflegte Unkrautwiese präsentierte. Deswegen wurde noch auf dem alten, inzwischen zum Nebenplatz umfunktionierten Ground gespielt. Zurück in der Rottaler Gemeinde regnete es wie schon beim Erstbuchen in Strömen. Immerhin hatte sich personelle Verstärkung angekündigt.



Und so wurde das Spiel mit Beni, einem deutschen Hopper im Entlebucher Exil, verbracht und manche Geschichten aus dem Hopperleben ausgetauscht. Dabei wurde auch auf dem Spielfeld einiges geboten: Buttisholz nutzte seine Dominanz nach einer Viertelstunde zur Führung von rechtsaussen, um zehn Minuten vor der Pause einen zweiten Torerfolg von der anderen Seite nachzulegen. Erst im zweiten Durchgang war auch Stans in der Offensive zu sehen, doch die mangelnde Effizienz wurde prompt mit einem dritten Gegentreffer alleine vor dem Torhüter bestraft, sodass der Nidwaldner Ehrentreffer am Ende nur noch Resultatkosmetik war.

Sonntag, 29. März 2015

FC Selzach 4 SC Derendingen 1

3. Liga regional (SOFV)
Sportplatz Zilweg, Selzach
Zuschauer: 60


Am Sonntagmorgen lud Selzach zur Matinée gegen den ehemaligen NLB-Verein aus Derendingen, dessen Fall in die Achtklassigkeit nicht mehr abzuwenden scheint. Auch das Gastspiel am Zilweg war nur solange ausgeglichen, ehe Selzach seine grossen Chancen zu nutzen begann. Das Leder zappelte schliesslich nach zwanzig Minuten - und einem Kopfball nach Freistossflanke - erstmals in den Maschen. Nur etwa fünf Zeigerumdrehungen später stand es bereits 2:0, als eine weitere Hereingabe von rechts am entfernten Pfosten verwertet wurde. Von den Gästen war einzig ein Kopfstoss, der die Querlatte streifte, zu notieren, während ein dritter Treffer der Hausherren wegen einer Abseitsstellung (vorerst) durch den Unparteiischen verhindert wurde.



Dies wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit nachgeholt, als ein schöner Abschluss von Selzach in der hohen Ecke einschlug. Es folgte (in Ermangelung von Gegenwehr) ein vierter Torerfolg, bevor Derendingen sogar noch einen Ehrentreffer geschenkt bekam - eine Viertelstunde vor dem Ende trat der heimische Torhüter nach einem Rückpass am Leder vorbei, sodass der Ball nur noch ins Netz geschoben werden musste. Dies änderte jedoch auch nichts mehr am klaren Heimsieg für Selzach, dessen ausbauloser Ground an der Bahnstrecke von Solothurn nach Grenchen liegt.

Samstag, 28. März 2015

GSI Rümlang 1964 1 FC Dübendorf II 1

4. Liga regional (FVRZ)
Sportplatz Ettenfeld, Zürich
Zuschauer: 30


Wenn sich ein regionaler Verein in der Schweiz für eine Anspielzeit am früheren Nachmittag eines Samstags entscheidet, wird ein spezielles Klientel angelockt. So wurde der ausbaulose Sportplatz des Rüstungsunternehmens Oerlikon Contraves am Zürcher Stadtrand von zwei schmerzfreien Groundhoppern - neben meiner Wenigkeit war auch YB-Mark anwesend - als Zielort ausgewählt. Zusammen wurde verfolgt, wie die Zweitvertretung aus Dübendorf nach einer halben Stunde mittels Foulpenalty in die rechte Ecke in Front ging, nachdem zuvor etliche Gelegenheiten beiderseits mangels spielerischer Qualität vergeben worden waren.



Nach dem Pausentee steigerten sich die überlegenen Gäste in einen wahren "Rausch" in Sachen Ineffizienz; zweimal schoss Dübendorf II nach präziser Hereingabe aus kürzester Distanz kläglich über das Gehäuse. Also musste eine alte Fussballerregel einmal mehr greifen - und GSI Rümlang (ausgeschrieben: Gruppo sportivo italiano) vermochte nach einem Lattentreffer auszugleichen. Nachdem sich ein Gästekicker gravierend verletzt hatte, kam ein Mitspieler nach einem simplen Spielzug erneut aus zwei Metern im Abschluss. Erneut kläglich vergeben. Und so war am Ende auch Glück notwendig, als die Hausherren in der 95. Minute an der Torumrandung scheiterten.

SV Auenstein/Picchi 1 FC Sarmenstorf II 1

4. Liga regional (AFV)
Sportplatz Schachen, Auenstein
Zuschauer: 40


Auf dem Weg zurück aus Zürich wurde ein Unterwegsstopp in Auenstein - vom Bahnhof Wildegg zu Fuss (mangels Busverbindungen am Abend) innert 25 Minuten zu erreichen - eingelegt, um einen weiteren Sportplatz in der näheren Umgebung zu kreuzen. Erst vor wenigen Tagen war Auenstein/Picchi, dessen Name ein kurioses Überbleibsel einer Kurzliaison mit dem Italo-Verein ASA Picchi (Rupperswil) ist, beim desolaten Auftritt im Abstiegskampf gegen DP Aarburg beäugt worden. Nun sollte es gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus dem Freiamt gehen. Umso überraschender, dass die Lokalmatadoren nach einer Viertelstunde durch einen schnörkellosen Angriff, abgeschlossen mit einem wuchtigen Schuss in die nahe Torecke, in Führung gingen.



Die Gastgeber verteidigten ihren Vorsprung mit einer kämpferischen Leistung und dem nötigen Quäntchen Glück, als ein Abschluss vor dem Seitenwechsel auf der Linie geklärt wurde. Es war schliesslich ein einheimischer Konzentrationsfehler in der Abwehr, der den Ausgleich von "Sarmi" alleine vor dem Torhüter ermöglichte. Zehn Minuten vor dem Anpfiff kamen die Gäste zu einem zweifelhaften Strafstoss, den der Goalie der Hausherren jedoch stark parierte. Nun entwickelte sich das Duell zwischen bester Offensive (68 Tore) und zweitschlechtester Defensive (49) aller Gruppen in der 4. Liga zu einem offenen Spiel, welches trotz guten Chancen ohne Sieger blieb, doch der Auensteiner Schlussjubel über einen verdienten Punkt fiel dennoch siegerwürdig aus.

Donnerstag, 26. März 2015

SC Austria Lustenau 1 FC Aarau 1

Freundschaftspiel
Reichshofstadion, Lustenau
Zuschauer: 300


Endlich sollte es wieder einmal für ein Aarauer Testspiel ins Ausland gehen, auch wenn Lustenau als Grenzort zur Schweiz nicht wirklich fremdländisch anmutet. Das Reichshofstadion war schon 2004 und 2013 im österreichischen Ligabetrieb besucht worden. Dazwischen war Aarau auch einmal an der Holzstrasse beim heutigen Siebtligisten FC Lustenau 1907 zu Gast gewesen.



In einem ausgeglichenen Vergleich mit vielen Personalwechseln trennten sich beide Auswahlen folgerichtig 1:1. Die Aarauer waren beim ersten Auftritt unter Cheftrainer Raimondo Ponte durch einen präzisen Flachschuss von Stephan Andrist nach einer Viertelstunde in Führung gegangen, was Sobkova zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem Kopfball zu egalisieren vermochte.

Sonntag, 22. März 2015

Desportivo Portugues Aarburg 5 SV Auenstein/Picchi 1

4. Liga regional (AFV)
Sportplatz Schwimmbad, Aarburg
Zuschauer: 30


Eigentlich sollte es heute Sonntag ins sonnige Tessin gehen, wo der frühere NLB-Club aus Bodio auf einen Besuch wartete. Am Vorabend war nochmals ein Blick auf die Gültigkeit der Ansetzung geworfen worden - umso "überraschender", dass die Begegnung bereits mit einem Endergebnis versehen war. Am Reisetag selbst war das anvisierte Spiel schliesslich verschoben. Also musste eine Alternative aus dem Hut gezaubert werden, welche sich in einem Regionalmatch in Aarburg finden liess. Dort gibt es zusätzlich zum Sportplatz Längacker noch einen zweiten Ground beim örtlichen Schwimmbad, der den Einwanderervereinen in der Kleinstadt zur Verfügung steht.



In Sichtweite zur Festung Aarburg kam es zum Abstiegsduell in der zweituntersten Spielklasse, wobei Auenstein/Picchi nach knapp zwanzig Minuten und einem Ballgewinn in der gegnerischen Platzhälfte zur Führung kam. Entscheidend war die 33. Minute, als die Lusitaner per Strafstoss zum Ausgleich kamen, obwohl ein Foulspiel der Hausherren vorausgegangen war. In der Folge spielte nur noch DP Aarburg: Zur Halbzeit stand es 2:1, vierzig Sekunden nach Wiederanpfiff folgte ein dritter Torerfolg und so nahm das Unheil aus Sicht der Gäste seinen Lauf, bevor ein akrobatischer Hackentrick der Portugiesen schliesslich einen deutlichen Endstand besiegelte.