Sonntag, 19. Oktober 2014

FC Bischofszell 2 FC Abtwil-Engelburg 2

2. Liga regional (OFV)
Sportplatz Bruggfeld, Bischofszell
Zuschauer: 120


Ende Oktober zeigte sich der Sommer nochmals von seiner besten Seite, was zum Besuch in der Rosenstadt Bischofszell einlud. Auf dem ausbaulosen Sportplatz (ohne Flutlicht!) waren erst zwei Minuten gespielt, als ein Freistoss von Abtwil-Engelburg an die Querlatte prallte. Aus dem Nichts kamen die Gastgeber noch in der Startphase zu einem Foulpenalty, dem die heimische Führung folgte. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit gelang es den Gästen aus ihrer spielerischen Dominanz Profit zu ziehen - in Form eines verdienten Ausgleichs vor dem Seitenwechsel.



Als sich die abstiegsbedrohten Gastgeber nach Wiederanpfiff eine gelb-rote Karte einhandelten, schien der weitere Verlauf der Begegnung vorgezeichnet. Aber Abtwil-Engelburg tat sich extrem schwer - zum lautstarken Ärger seines Trainers. Zwar gingen die Gäste durch einen Heber vor dem Anbruch der finalen Viertelstunde erstmals in Front, doch Bischofszell kam in numerischer Unterzahl durch einen wuchtigen Kopfball tatsächlich zum erneuten Ausgleich. Dies entsprach auch dem Endstand, weil beide Equipen in der Nachspielzeit um Haaresbreite scheiterten.

Samstag, 18. Oktober 2014

FC Aarau 0 FC St. Gallen 3

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 4848 (100)


Erstmals setzte es in der Amtszeit von Chefcoach Sven Christ eine deutliche Niederlage ab, was sich mit der Aarauer Fehleranfälligkeit und der unterschiedlichen Effizienz beider Mannschaften erklären liess. Die Ostschweizer gingen kurz vor dem Seitenwechsel nach einem Eckball durch Besle in Führung. Danach spielte Aarau zwar wacher vorwärts, vermochte seine Chancen durch Andrist, Burki und Senger jedoch nicht in Tore umzumünzen; stattdessen sorgte Tafer inmitten der Aarauer Druckpause nach einem Ballverlust im Spielaufbau für die Entscheidung zugunsten der Gäste, ehe Tréand einen (zu) deutlichen Endstand gegen aufgebende Gastgeber fixierte.



Auf den Rängen tat sich die "Szene Aarau" mit einer kleinen Choreographie zum geplanten, von einer Beschwerde blockierten Neubau des Stadions hervor. In einem Fahnenmeer war zu lesen: "En demokratische Entscheid akzeptiere, s'Stadion realisiere!" (oben) bzw. "Aarau mues läbe!" (unten), abgerundet von einigen abgefeuerten Luftschlangen in den Clubfarben. Im Gästeblock gab es ausserordentlich viel Bewegungsfreiheit, weil der Dachverband der FCSG-Fans zu einem Boykott gegen die hohen Eintrittspreise (ohne Abstufungen) aufrief; schliesslich fand sich eine knappe Hundertschaft im Gästesektor ein. Andere konnten im heimischen Bereich ausgemacht werden, während es die Mehrheit vorzog, einen stillen Protest vor dem Stadion abzuhalten.

Freitag, 17. Oktober 2014

FC Neuenhof 2 FC Ata-Spor 3

4. Liga regional (AFV)
Sportplatz Stausee, Neuenhof
Zuschauer: 60


Auf der Zugstrecke von Baden nach Zürich ist der triste Sportplatz Stausee jeweils aus nächster Nähe zu erblicken. Vor Ort wurden die wenigen Zuschauer von einem engagierten, aber oftmals übermotivierten Platzspeaker beschallt - ob es in der achthöchsten Spielklasse aber wirklich noch Pressekonferenzen mit den Trainern und Halbzeitinterviews mit verletzten Akteuren brauchte, ist hier offen gelassen. Auch Hinweise auf den "Spitzenkampf" (im Minutentakt wiederholter O-Ton) durften nicht fehlen. Davon schienen sich die Mannschaften anstacheln zu lassen. In der zweiten Minute traf Neuenhof mit einem Schuss in die entfernte Torecke zur Führung, einige Minuten und mehrere Chancen später kamen die türkischen Gäste aus Seon per Kopf zum Ausgleich.



Eine halbe Stunde war gespielt, als ein schönes Solo der Hausherren, welche sich inzwischen als spielbestimmend erwiesen, mit einem Lattenschuss endete. Allerdings kam Ata-Spor zu Beginn der zweiten Halbzeit - wiederum durch einen Kopfball - zur erstmaligen Führung, welche sich bei einem Abschluss an den Pfosten beinahe verdoppelt hätte. Nachdem der dritte Treffer der Gäste - im zweiten Anlauf nach einem verunglückten Freistoss - dennoch zur Tatsache geworden war, reagierte Neuenhof seinerseits mit einem Kopfballtor im Anschluss an einen Freistoss, was den Endstand gleichkam. Dadurch haben die beiden ärgsten Verfolger von Leader Bremgarten ihre Plätze in der Tabelle an diesem Herbstabend im Neuenhofer Industriequartier getauscht.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

FC Veltheim 0 FC Schönenwerd-Niedergösgen 2

4. Liga regional (AFV)
Sportplatz Schachen, Veltheim
Zuschauer: 40


Eine Viertelstunde Fussmarsch - vom benachbarten Bahnhof Schinznach Bad - ist zu bewältigen, um den ausbaulosen Sportplatz in einer Waldlichtung am Aareufer zu erblicken, was sich in der Dunkelheit auf unbeleuchteten Feldwegen als Herausforderung erwies. Ebenso schwierig sollte dieses Duell zweier Auswahlen aus dem Mittelfeld der Tabelle in der zweituntersten Spielklasse werden. Es begann noch verheissungsvoll, als der gastierende Fusionsverein FCSN - erst 2012 aus dem Zusammenschluss von FC Schönenwerd 1907 und FC Niedergösgen 1931 entstanden - nach einer Viertelstunde nach einem seitlichen Freistoss im Nachsetzen in Führung ging.



Aber in der Folge entwickelte sich eine zerfahrene, von vielen Fouls sowie Meckereien - vor allem seitens der Einheimischen - geprägte Begegnung. Erst recht, als Schönenwerd-Niedergösgen vor dem Seitenwechsel per Kopfstoss noch auf 2:0 erhöhen konnte. Anfangs zweiter Halbzeit besass Veltheim seine einzige Torchance im gesamten Spiel, als ein holpriger Abschluss schliesslich auf der Linie geklärt werden konnte. Die abgeklärten Gäste brachten ihre Führung - und somit auch drei Punkte auf des Gegners Platz - schlussendlich mühelos über die verbleibende Spielzeit.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

SC Zurzach 0 FC Döttingen 6

4. Liga regional (AFV)
Sportplatz Barz, Bad Zurzach
Zuschauer: 50


In der letzten Spielzeit war Döttingen auf seinem Siegeszug in der 5. Liga beim Heimspiel gegen die zweite Mannschaft aus Zurzach (7:3) besucht worden. Nun ging es - nach dem realisierten Aufstieg - gegen das Fanionteam aus der Aargauer Bäderstadt. Und erneut sollte es eine klare Angelegenheit werden für die Gelb-Schwarzen: In der zwölften Minute wurde der Torreigen von Döttingen alleine vor dem gegnerischen Torhüter eröffnet. Zwei Abschlüsse von linksaussen - jeweils in die entfernte Torecke - sorgten für einen beruhigenden Vorsprung der Gäste.



Die Gastgeber vergaben ihre wenigen Abschlussmöglichkeiten kläglich, während Döttingen noch vor dem Seitenwechsel zu einem vierten Treffer kam. Im zweiten Durchgang ereignete sich auf dem ausbaulosen Sportplatz - abgesehen von einem kleinen Graswall (mit Holzbänken) auf einer Längsseite - längere Zeit nichts mehr, ehe Döttingen durch einen sehenswerten Schuss aus rund zwanzig Metern sowie einen Abschluss im Zentrum nach einem Freistoss schliesslich noch das halbe Dutzend voll machte, um einen hochverdienten Auswärtssieg in Zurzach zu feiern.

Dienstag, 7. Oktober 2014

FC Schinznach Bad 1 FC Windisch 3

Aargauer Cup (2. Runde)
Sportplatz Schachen, Schinznach Bad
Zuschauer: 70


Auf dem ausbaulosen Sportplatz am Aareufer kam es zu einem (überraschend) ausgeglichenen Duell in der zweiten Hauptrunde des regionalen Pokals. Zwar war Windisch - vor den Augen von Profi-Trainer und Vereinspräsident Raimondo Ponte - aufgrund des (Zwei-)Klassenunterschieds naturgemäss spielbestimmend, doch gefährlich wurde es erst nach einer halben Stunde, als das Leder innert weningen Sekunden gleich zweimal an der Torumrandung landete. Zudem konnte sich Schinznach Bad auf einen starken Torhüter verlassen, der die Gäste-Chancen mehrmals zu Nichte machte. Kurz vor dem Seitenwechsel kamen die Hausherren im strömenden Regen sogar selbst zu einem ersten Abschluss, der das gegnerische Gehäuse nur knappe verfehlte.



Im zweiten Durchgang wurden die Möglichkeiten für die Gäste immer grösser - mit allen Mitteln versuchte sich der Viertligist gegen den drohenden Gegentreffer zu wehren, aber in der Mitte der zweiten Halbzeit führte ein unhaltbar abgefälschter Flachschuss schliesslich zur hochverdienten Führung für Windisch. Als das Spiel bereits entschieden schien, kam Schinznach Bad durch einen simplen Spielzug freistehend vor dem gegnerischen Goalie zum Ausgleich. Aber Windisch - ohne einige Stammspieler angetreten - verhinderte eine Überzeit schliesslich mit zwei individuellen Glanzpunkten von Ex-Profi Alain Junior Ollé Ollé (RW Ahlen, SC Freiburg, Stabaek) und dem früheren Aarau-Talent Carmine Pascariello in den letzten Minuten der regulären Spielzeit.

Sonntag, 5. Oktober 2014

FC Engstringen 4 Benfica Clube de Zurique 2

3. Liga regional (FVRZ)
Sportplatz Oberwerd, Oberengstringen
Zuschauer: 100


Am Sonntagmorgen voller Motivation erwacht, stand diesem kurzfristigen Besuch beim Zürcher Tabellenletzten in der 3. Liga (Gruppe 2) nichts mehr im Wege. Auf dem ausbaufreien Sportplatz ging Engstringen per Kopfball nach zwanzig Minuten in Front, was die portugiesisch-stämmigen Kontrahenten wenige Zeigerumdrehungen später mit einem direkt verwandelten Freistoss von rechtsaussen auszugleichen wussten. Nach dem Seitenwechsel fanden die Gastgeber erneut besser ins Spiel, woraus ein Doppelschlag in den ersten Minuten nach der Pause resultierte.



Zwar gelang Benfica der erneute Anschlusstreffer, doch ein Strafstoss sorgte schliesslich für die endgültige Entscheidung zugunsten von Engstringen, die die rote Laterne somit an den heutigen Gegner abgeben konnten. Ärgerlich war, dass die Hausherren in der Schlussphase noch mehrere Grosschancen kläglich vergaben. Als völlig unsportlich muss das Verhalten einiger Heisssporne in den Reihen der Lusitaner bezeichnet werden, die den eigenen Verein durch versteckte Foulspiele und verbale Entgleisungen gegenüber Gegnern, Schiedsrichter und Zuschauern in Verruf bringen.

FC Aarau 3 BSC Young Boys 2

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 5184 (700)


Die Aarauer liessen sich auch im vierten Direktvergleich mit den Bundesstädtern in diesem Jahr nicht bezwingen, obwohl sie zweimal in Rückstand gelegen waren. Rund zwanzig Minuten waren gespielt, als Bertone nach schöner Nikci-Vorarbeit für die Berner Führung sorgte. Nachdem Igor Nganga nach einer Freistossflanke von Sven Lüscher auszugleichen wusste, sorgte Steffen mit einem spektakulären Seitfallzieher für einen erneuten Berner Jubel - und den Halbzeitstand.



Nach der Pause - und zwei personellen Wechseln - trat Aarau stärker auf, was zur abermaligen Egalisation des Spielstands durch einen Kopfball (!) von Stephan Andrist führte. Und der Berner Oberländer in Diensten der Aarauer blühte nach seinem ersten Saisontreffer richtiggehend auf - schliesslich belohnte er sich selbst für einen starken Auftritt, indem er in der 84. Minute mittels Direktschuss für einen umjubelten, mit viel Kampf realisierten Heimsieg im Brügglifeld sorgte.

Samstag, 4. Oktober 2014

Weggiser SC 1 FC Ingenbohl 3

4. Liga regional (IFV)
Sportplatz Weiher, Weggis
Zuschauer: 80


Anderslautende Verpflichtungen verhinderten grössere Sprünge am Samstag. Dennoch sollte es kurzfristig noch zum Besuch eines selten gewordenen (weil noch nicht besuchten) Grounds mit Tribüne in den Tiefen der 4. Liga reichen. Aus dem Sportplatz Weiher war 2006 dank finanzieller Unterstützung des benachbarten Konzerns eine kleine "Arena" geworden, um der brasilianischen Nationalmannschaft bei der Vorbereitung auf die WM 2006 bestmögliche Trainingsbedingungen bieten zu können. Geblieben ist eine überdurchschnittliche Anlage für einen durchschnittlichen Vertreter aus der zweituntersten Schweizer Spielklasse - mit einer überdachten Haupttribüne (insgesamt 192 Sitzschalen in Blau) sowie zwei Stehstufen auf zwei Seiten des Spielfeldes.



Überdurchschnittlich war auch die Wuchshöhe des grünen Rasens, was in Kombination mit dem holprigen Untergrund nur selten für spielerische Höhepunkte sorgen konnte. Eine Direktabnahme führte nach zwanzig Minuten zum ersten Treffer für Ingenbohl, einst nach der Abspaltung vom Lokalrivalen FC Brunnen aus der Taufe gehoben. Noch vor dem Seitenwechsel traf der beleibte Weggis-Stürmer mit einem trockenen Schuss zum Ausgleich, doch im zweiten Umgang setzten sich die Schwyzer beim vormaligen Tabellenführer dank zwei weiteren Treffern durch. Dadurch erschien eine Unbeherrschtheit in der Nachspielzeit, als ein Spieler von Ingenbohl nach einer Tätlichkeit zurecht vom Platz gestellt wurde, nur noch viel dämlicher...

Freitag, 3. Oktober 2014

SV Wolpertswende 5 SV Weissenau 0

Kreisliga B Bodensee
Sportplatz Wolpertswende, Wolpertswende
Zuschauer: 120


Drei Grounds sollten am Tag der deutschen Einheit - in Begleitung von Chauffeur Stecki - in der Region Biberach gemacht werden. Dabei musste am Morgen auf eine grosse Auswahl an Spielen verzichtet werden. Als entsprechend unspektakulär erwies sich der Sportplatz im verschlafenen Örtchen Wolpertswende. Immerhin einige Sitzbänke (auf einer Längsseite) waren auszumachen. Diese füllten sich (erst) kurz vor dem Spielbeginn, sodass sich der Zuschaueraufmarsch für die zehnthöchste Spielklasse bei herbstlicher Witterung zweifellos sehen lassen durfte.



Einige Zuschauer dürften sich ans letzte Heimspiel (und einen 14:1-Kantersieg) erinnert haben, als Wolpertswende schon in der vierten Minute durch eine verunglückte Flanke in Führung ging. Ein weiterer (gewollter) Heber führte zur knappen Pausenführung, weil sich die Hausherren im Abschluss vor dem gegnerischen Gehäuse mehrmalig ineffizient präsentierten und sogar einen Strafstoss verschossen. Dennoch war der neuerliche Heimsieg niemals gefährdet, was sich im zweiten Umgang durch drei weitere Torerfolge für Wolpertswende bestätigen sollte.