Sonntag, 16. März 2014

FC Basel 5 FC Aarau 0

Raiffeisen Super League
St. Jakob Park, Basel
Zuschauer: 26421 (500)


Nur nicht früh in Rückstand geraten. Acht Minuten gelang es, nach 14 Minuten stand es schon 3:0. Die Basler hatten sich nach zuletzt bescheidenen Ergebnissen vor heimischem Publikum in einem veritablen Rauschzustand gespielt, dem die Gäste nichts - aber auch wirklich überhaupt nichts - entgegenzusetzen hatten. Glücklicherweise nahm Basel in der Folge seinen Fuss vom Gas, sodass die frühe Aarauer Rückstand über längere Zeit nicht mehr weiter anwuchs.



Die Aarauer kamen über 90 Minuten zu keinem einzigen Schuss auf das Gehäuse des heimischen Keepers Yann Sommer; stattdessen legte der unangefochtene Leader - seit August 2013 in der Meisterschaft ungeschlagen - in der Schlussphase durch Degen und Embolo noch zwei weitere Treffer nach. Eine gute Visitenkarte gab Aarau immerhin auf den Rängen ab, wo es ein dichtes Intro mit vielen Doppelhaltern und Schwenkfahnen - sowie das Transparent "Met voller Kraft i jede Zweikampf" - zu bestaunen gab. Allein, es sollte beim guten Vorsatz bleiben...

Samstag, 15. März 2014

FC Perly-Certoux 1 FC Vevey Sports 05 1

2. Liga Interregional
Stade Municipal, Perly
Zuschauer: 120


Eine Woche nach dem Gastspiel in Bernex sollte es erneut in die Agglomeration der Calvinstadt gehen, um die Komplettierung der interregionalen Gruppe 1 voranzutreiben. Nur wenige hundert Meter vor der französischen Grenze findet sich ein unspektakulärer, von allen Seiten betretbarer Sportplatz mit zwei flachen Stufen auf der Längsseite. Auf dem grünen Rasen tat sich im ersten Durchgang enttäuschend wenig. Als die Gastgeber nach einem Pass in die Tiefe alleine vor dem gegnerischen Keeper scheiterten, war die einzige Torchance mit ernsthafter Gefahr zu notieren.



Nach dem Seitenwechsel wurde ein wahres Feuerwerk abgebrannt - aber nur wenige Meter hinter den Trainerbänken, wo ein grösserer Haufen abfackelnder Tannenbäume zu Ehren aller Einwohner mit einem runden Geburtstag ("Les Failles") für eine surreale Szenerie sorgten. Auf dem Spielfeld brannte es erst nach 85 Minuten: Zuerst kam Vevey Sports mit einem Heber zur überraschenden Führung, doch die Hausherren vermochten durch einen spektakulären Seitfallzieher postwendend wieder auszgleichen. Weil Vevey am Ende noch am offenen Gehäuse vorbeiköpfte, trennten sich beide Teams in einem Spiel mit fünf spannenden Minuten mit einem Unentschieden.

Mittwoch, 12. März 2014

FC Sion 1 FC Aarau 2

Raiffeisen Super League
Stade de Tourbillon, Sion
Zuschauer: 4500 (50)


Beim Nachtragsspiel aus der Vorrunde gelang es den Schützlingen von Cheftrainer René Weiler eine weitere schwarze Serie auf des Gegners Platz auszulöschen - und den allerersten Sieg im Wallis seit mehr als zwölf Jahren zu feiern. Nach einer anfänglichen Sittener Druckphase traute sich auch Aarau zaghaft nach vorne, was schliesslich - etwas mehr als dreissig Minuten waren gespielt - durch Stephan Andrist zur eher glückhaften Führung genutzt wurde.



Eine Reaktion der Lokalmatadoren war nicht auszumachen; stattdessen erhöhte der eben erst eingewechselte Linus Hallenius in der Mitte der zweiten Halbzeit auf 2:0 für die Aarauer, die den eigenen Kasten nach dem späten Ehrentreffer von Herea einmal mehr nicht rein halten konnten. Bescheiden war der allgemeine Zuschaueraufmarsch im Tourbillon, den die wenigen Anwesenden im Gästesektor mit einem kritischen Transparent ("18.30 Uhr in Sion? Ned jede heten Privatjet!") in Anspielung an Sion-Präsident Christian Constantin zu erklären versuchten.

Sonntag, 9. März 2014

FC Aarau 1 FC Thun 4

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 4681 (200)


Eine Woche nach dem kapitalen Auswärtserfolg in Lausanne schien auch der Nachmittag gegen Thun erfolgreich zu verlaufen. Die Aarauer waren durch den Kopfstoss von "Rückkehrer" Daniel Gygax, nachdem ein Freistoss von Sven Lüscher nur am Pfosten gelandet war, in der Mitte der ersten Halbzeit in Führung gegangen und schien das Spielgeschehen mühelos zu kontrollieren.



Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, als Luca Zuffi mit einem herrlichen Distanzschuss aus dem Nichts auszugleichen wusste. Einige Zeigerumdrehungen später liess sich Keeper Unnerstall von einem Freistoss durch Schirinzi düpieren. Die Hausherren versuchten nochmals zu reagieren, scheiterten aber zweimal an der Torumrandung. Nach dem Platzverweis gegen Garat ergab sich der FCA seinem Schicksal - und musste schliesslich noch zwei weitere Gegentreffer einstecken.

Samstag, 8. März 2014

Signal FC Bernex-Confignon 1 FC Stade-Lausanne-Ouchy 0

2. Liga Interregional
Stade Municipal, Bernex
Zuschauer: 150


Anfangs März begann auch der unterklassige Ball wieder zu rollen. Grund genug also, um einen Tagesausflug nach Genf zu unternehmen. In der Gemeinde Bernex, deren Sportplatz drei flache Stehstufen (ohne Überdachung) auf einer Längsseite bietet, kam es zu einem Spitzenspiel der interregionalen Gruppe 1. Davon war anfänglich nichts zu sehen. Erst in der Mitte der ersten Halbzeit tauchte Signal zweimal vor dem gegnerischen Keeper auf - und scheiterte zweimal.



Der Tabellenerste aus Lausanne kam sogar erst mit dem Pausenpfiff zur ersten Abschlusschance, doch der Kopfstoss wurde pariert. Ähnlich ereignislos sah sich die zweite Halbzeit an; schliesslich sorgte eine glückhafte Einzelaktion für die Entscheidung. Zehn Minuten vor dem Abpfiff traf der ehemalige Nyon-Goalgetter Frédéric Besseyre (Karriereschnitt über 0,5 Tore pro Spiel) mit einem abgefälschten Fernschuss über den gegnerischen Keeper zum Heimsieg, der dem Aufstiegskampf in dieser Gruppe nochmals zusätzlich Spannung für die kommenden Spieltage verleihen dürfte.

Samstag, 1. März 2014

FC Lausanne-Sport 0 FC Aarau 1

Raiffeisen Super League
Stade de la Pontaise, Lausanne
Zuschauer: 3050 (200)


Endlich, im 25. Pflichtspiel der Saison gelang es dem FCA erstmals zu Null zu spielen - dank dem souveränen Auftreten in der Defensive, die den Hausherren kaum gefährliche Abschlusschancen zugestand. Auch Aarau war in einem ereignisarmen Duell nur selten im gegnerischen Strafraum anzutreffen, doch eine herrliche Einzelaktion von Stephan Andrist (anfangs zweiter Halbzeit) reichte schliesslich, um drei Punkte aus dem Stadion des Tabellenletzten zu entführen.



Im Aarauer Block war im Laufe des Spiels ein ausführliches Transparent zu lesen, das die hohen Ticketpreise in den Schweizer Fussballstadien (vor allem für Gästefans) kritisiere. Derweil feierte ein kleines Grüppchen von heimischen Supportern - ungeachtet des Spielstandes - ihre private Feier mit einer kleiner Einlage pyrotechnischer Natur gegen Ende des Abends.

Samstag, 22. Februar 2014

FC Aarau 1 FC Zürich 2

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 4989 (1000)


In der Hinrunde schafften die Schützlinge von Cheftrainer René Weiler zwei Siege gegen Zürich, wobei sich vor allem der entfesselte Heimsieg (5:1) sehen lassen konnte. Heute sollte sich dieser Coup nicht mehr wiederholen lassen. Zwar ging Aarau durch den Freistoss von Alain Schultz aus dreissig Metern erneut in Führung, doch die Gäste schlugen nach dem Seitenwechsel zurück.



Die Stadtzürcher wurden beflügelt durch den raschen Ausgleichstreffer von Rikan immer stärker; schliesslich brauchte es ein dummes Einsteigen von Kim Jaggy, der den durchgebrochenen Pedro Henrique im Strafraum foulte. Letzterer verwandelte den fälligen Foulpenalty selbst zum Zürcher Auswärtssieg. Die Szene Aarau präsentierte ein Spruchband zum verletzungsbedingten Rücktritt vom Remo Staubli. Im Gästesektor wurden viele Fähnchen in den Vereinsfarben blau und weiss geschwenkt. Zudem wurden die drei gelben Buchstaben FCZ als Blockfahnen hochgehalten.

Samstag, 15. Februar 2014

FC Luzern 3 FC Aarau 2

Raiffeisen Super League
Stadion Allmend (neu), Luzern
Zuschauer: 9509 (500)


Im letzten Dezember an selber Stätte noch unglücklich verloren, begann das erneute Aarauer Gastspiel in der Leuchtenstadt nach Mass, als Artur Ionita in der fünften Minuten zur Führung einnickte. Aber auch die Luzerner bewiesen ihre Effizienz - mit der ersten Chance gelang es Winter für die Hausherren zu egalisieren, was einen offenen Schlagabtausch nach sich zog.



Aber erst nach dem Pausentee sollte es weitere Treffer geben. Nach einem Luzerner Ballverlust zur Unzeit ging der FCA durch Alexander Gonzalez (auf Pass von Sven Lüscher) erneut in Front. Am Ende musste Aarau aber dennoch mit leeren Händen heimwärts reisen: Zuerst rettete Nauris Bulvitis unglücklich mit den Händen - Strafstoss, 2:2! Und kurz vor dem Schlusspfiff wurde Hyka im Zweikampf mit Stephan Andrist von der Schwerkraft übermannt - erneut Strafstoss, 3:2!



Auf den heimischen Zuschauerrängen gab es hinter dem grossen Transparent "Leuchtenstadt" immer wieder vereinzelte Pyrofackeln zu sehen, während sich der Gästesektor - erfreulich gut gefüllt - auf den optischen Einsatz von Doppelhaltern und Schwenkfahnen konzentrierte.

Sonntag, 9. Februar 2014

GC Zürich 1 FC Aarau 2

Raiffeisen Super League
Stadion Letzigrund, Zürich
Zuschauer: 4500 (250)


Der Grundstein zum ersten Aarauer Auswärtssieg gegen den Grasshopper Club Zürich seit mehr als zehn Jahren wurde bereits in den Startminuten gelegt, als Linus Hallenius und Sven Lüscher für den FCA erfolgreich waren - mit gütiger Unterstützung von GC-Abwehrspieler Michael Lang bzw. dessen Schlussmann Roman Bürki, der den zweiten Treffer perfekt vorbereitete, indem er einen aussichtslosen Flankenball von Kim Jaggy unbedrängt vor Lüschers Füsse fallen liess.



Von den Hoppers waren erst im zweiten Umgang ernsthafte Angriffsbemühungen zu sehen, was Ben Khalifa immerhin noch zum Ehrentreffer nutzte. Alle weiteren Versuche wurden durch den neuen Aarau-Keeper Lars Unnerstall mühelos vereitelt. Auf den einmal mehr enttäuschend besetzten Rängen fiel einzig das heimische Spruchband ("Trotz Exil a jedem Spiel") auf.

Samstag, 1. Februar 2014

FC Aarau 1 FC St. Gallen 1

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 4745 (800)


Erst kürzlich hatte Aarau mit der leihweisen Verpflichtung von Bundesliga-Goalie Lars Unnerstall (Schalke 04) für grössere Schlagzeilen gesorgt, nun sollte der grossgewachsene Torhüter schon zur Bewährungsprobe antreten. Im ersten Heimspiel der Rückrunde parierte er in der Startphase zweimal mirakulös, so dass der Heber von Sven Lüscher nach einem verunglückten Ausflug von Gästekeeper Daniel Lopar schliesslich zur Aarauer Führung führte. Zweimal kam Aarau im Laufe des Spiels einem zweiten Treffer nahe, doch Callà und Hallenius trafen nur an die Querlatte.



Am Ende reichte es jedoch nur zu einem Punkt, weil Mathys zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einem Fehler von Garat unhaltbar zum Endstand ausgleichen konnte. Im Gästeblock gab es grüne und silberne Folien zu sehen, welche bald im Rauch der Pyro verschwanden; stattdessen war eine grinsende Figur zu sehen, in deren Armen zwei grössere Fackeln brannten - untermalt durch ein doppeltes Spruchband ("Denn noch zwei Johr dusse ohni di, gits erst recht kein Funke ohni mi!").