Sonntag, 10. November 2013

FC St. Gallen 4 FC Aarau 0

Schweizer Cup (1/8-Finale)
AFG Arena, St. Gallen
Zuschauer: 7110 (400)


Anders als im Vorjahr war die Aarauer Achtelfinalpaarung gegen St. Gallen gleichbedeutend mit dem Ende der aktuellen Kampagne im Schweizer Cup. Und zwar hochverdient. In der Startphase hatte sich Aarau noch vereinzelte Male im gegnerischen Strafraum gezeigt, doch der artistische Ostschweizer Führungstreffer durch Keita war der Anfang vom Ende, nachdem Wüthrich einige Minuten zuvor seinen Versuch noch vom Lattenkreuz auf dem Rasen zurückprallen sah.



Vor dem Halbzeitpfiff traf Karanovic per Kopfstoss noch zum 2:0. Die Aarauer Abschlussversuche waren im zweiten Umgang schon frühzeitig von allgemeiner Verzweiflung geprägt, so dass sie ihr Ziel jeweils entsprechend deutlich verfehlten. Auf der Gegenseite kam der FCSG ohne grösseren Aufwand bzw. mit einfach aufgezogenen Kombinationen durch die weiteren Tore von Karanovic und Rodriguez zu einer ungefährdeten Qualifikation fürs Viertelfinale im nationalen Pokal.



Im einsetzenden Schneefall erwärmten sich beide Fangruppen an diesem kalten Nachmittag nur drei Tage nach dem FCSG-Auftritt daheim gegen den spanischen Spitzenclub Valencia CF (2:3) jeweils mit grösseren Pyro-Aktionen, wobei sie auf Seiten der Lokalmatadoren noch mit einem kritischen Transparent ("3.8.2013 und 1.9.2013 - inne mit dä Jungs!") unterstrichen wurde.

Samstag, 9. November 2013

FC Sion III 2 FC Brig-Glis 2

3. Liga regional (AVF)
Parc des Sports, Sion
Zuschauer: 150


Der Schweizer Regionalfussball verabschiedet sich langsam in den Winterschlaf. Auch im Kanton Wallis standen nur noch wenige Partien auf dem Zettel. Im Parc des Sports, einem ausbaulosen Ground unweit vom Stade de Tourbillon, duellierten sich die beiden Spitzenteams der 3. Liga in einem Nachtragsspiel um den Titel des Wintermeisters. Dazu hätte Leader Brig-Gils bereits eine Punkteteilung genügt. Aber die Gäste wollten mehr, was sie mit einer aufsässigen, zielstrebigen Spielweise unterstrichen. Belohnt wurde dieser Auftritt schon in der dritten Spielminute mit dem Führungstreffer, als eine Hereingabe von linksaussen mit dem Kopf ins Tor verlängert wurde.



Zwanzig Minuten waren vergangen, als Brig-Glis mit einem präzisen Abschluss via Innenpfosten auf 2:0 erhöhte. Als die Lusitaner aus Sion - zusätzlich mit einem Benfica-Logo auf der Brust - mittels Strafstoss zum Anschlusstreffer kam, mussten sie froh sein, nicht schon aussichtslos im Hintertreffen zu liegen. Zumal Brig-Glis nur wenige Minuten später noch einen Lattentreffer zu beklagen hatte. Aber die Portugiesen waren nun definitiv im Spiel, was sie nach dem Pausentee zum raschen Ausgleich nutzten. In der Folge verpassten beide Equipen einen möglichen Sieg, wobei vor allem die Gäste einige hochkarätigen Chancen in der Endphase ungenutzt liessen.

FC Raron 1 FC Vétroz 1

2. Liga regional (AVF)
Sportplatz Rhoneglut, Raron
Zuschauer: 100


Eine halbstündige Bahnfahrt später war die Oberwalliser Gemeinde Raron, als Heimatort zweier ehemaliger Schweizer Internationaler - Erich Burgener sowie Georges Bregy - bekannt, erreicht worden. Beim früheren NLB-Vertreter (von 1974 bis 1977 sowie in der Saison 1979/80) gibt es einen Sportplatz zu sehen, der durch fünf Stehstufen (ohne Überdachung) auf einer Längsseite auffällt. Auf dem Spielfeld fiel anfangs Vétroz auf. Die Gäste waren von Beginn weg dominant, wodurch auch der Führungstreffer in der Mitte der ersten Halbzeit - durch einen seitlichen und flach getretenen Freistoss in die nahe Torhüterecke - zweifellos verdient war.



Nur wenige Zeigerumdrehungen später musste sich der heimische Keeper verletzt auswechseln lassen, wobei sich der Ersatztorhüter zuvor noch ein alternatives Leibchen überstreifen musste, weil seine erste Wahl allzu sehr ans Schiedsrichtertrio erinnerte. Es brauchte schliesslich schon einen miserablen Abkick vom Vétroz-Goalie, um die Chancenpremiere für die Hausherren nach einer knappen Stunde zu ermöglichen. Aber weil die Gäste mit fortlaufender Spielzeit verstärkt abbauten, kam Raron schliesslich zehn Minuten vor dem Abpfiff zum glückhaften Ausgleich.

Samstag, 2. November 2013

FC Aarau 1 FC Basel 1

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 8000 (2000)


Die Basler Rückkehr aufs Brügglifeld war - einer allgemeinen Annahme entsprechend - mit viel Pyrotechnik verbunden. Als Intro gab es eine bunte Mischung aus Fackeln und Rauchtöpfen zu bestaunen. Auf dem Spielfeld tat sich derweil nur wenig - von den Gästen waren in erster Linie verbale Entgleisungen infolge vermeintlicher (nicht gepfiffener) Foulelfmeter zu hören, während der FCA dank kämpferischen Tugenden bestmöglich entgegenhielt und sich beim Pfostenschuss von Serey Die auch der Anwesenheit von Glücksgöttin Fortuna sicher sein konnte.



Beim Start zur zweiten Hälfte knallte es erneut heftig im Gästeblock, begleitet von einer Vielzahl an Papierrollen, die den Wiederanpfiff um einige Minuten verzögerten. Danach folgte ein Aarauer Feuerwerk auf dem Rasen: Zuerst scheiterte Callà noch mittels Freistoss an der Torumrandung, aber wenige Augenblicke später schoss Hallenius - mit seinem dritten Treffer im dritten Heimspiel nacheinander - unnachahmlich zur Aarauer Führung ein. Nun rannte der Schweizer Serienmeister gegen die drohende Blamage an, welche sich in der ersten Minute der Nachspielzeit durch einen glückhaften Torerfolg von Streller aus Gästeoptik doch noch teilweise abwenden liess.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

FC Aarau 2 FC St. Gallen 2

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 4362 (700)


In optischer Hinsicht überzeugten die Gästefans mit einem wirkungsvollen Intro. Dieses bestand aus Folien in den grün-weissen Vereinsfarben - angeordnet in vier Bereichen - und ebenso vielen grossen Schwenkfahnen, die den Schriftzug FCSG ergaben. Äusserst kreativ. Alles andere als die Gästespieler, welche sich einen frühen Aussetzer leisteten. Einen schlecht getretenen Corner von Lüscher lenkte Janjatovic am vorderen Pfosten auf den eigenen Kasten, wo der Ball von Nganga über die Torlinie bugsiert wurde, um die Aarauer schon nach sechs Minuten jubeln zu lassen.



Aber nachdem die Gastgeber einmal mehr einen zweiten Treffer verpasst hatten, kam St. Gallen immer besser in die Partie - und durch einen geschickten Abschluss von Mathys aus der Drehung prompt zum Abschluss. Letzterer schoss seine Farben anfangs zweiter Hälfte in Abwesenheit der Aarauer Abwehr sogar in Führung. Sogesehen musste der FCA schlussendlich froh sein, dass die eigene Schlussoffensive noch mit dem späten Ausgleich durch Hallenius belohnt wurde.

Samstag, 26. Oktober 2013

BSC Young Boys 3 FC Aarau 0

Raiffeisen Super League
Stadion Wankdorf, Bern
Zuschauer: 17215 (400)


Aarau steigt ab, Aarau steigt auf. An einer Negativserie scheint sich aber auch nach der Rückkehr in die höchste Spielklasse nichts geändert zu haben; seit nunmehr 20 Direktduellen wartet Aarau auf einen Vollerfolg gegen die Young Boys. In der Bundesstadt datiert der letzte Sieg sogar vom 21. Oktober 1995. Nach der 0:4-Heimpleite gab es für die Schützlinge von René Weiler auch im Wankdorf nichts zu holen; auch weil sie sich kaum nennenswerte Chancen erarbeiten konnten.



Als der FCA anfangs zweiter Halbzeit endlich Mut zur Offensive gefunden hatte, war es Michael Frey, der die Aarauer Hoffnungen mit einem Kopfballtreffer vernichte, nachdem der YB-Stürmer schon nach zwanzig Minuten per Abstauber erfolgreich gewesen war. Zehn Zeigerumdrehungen vor dem Ende sorgte der eingewechselte Verteidiger Affolter für das Endergebnis der einseitigen Begegnung im Rahmen der FARE Action Weeks gegen Gewalt und Rassismus. Auf den Rängen setzten sich beide Fanszenen im Laufe des Abendspiels mit pyrotechnischen Einlagen ins Bild.

Sonntag, 20. Oktober 2013

FC Aarau 5 FC Zürich 1

Raiffeisen Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 5487 (1000)


Aus Sicht der Zürcher war die 18. Minute als Anfang vom Ende zu sehen: Ein weites Zuspiel von Jäckle auf Callà wurde durch FCZ-Torhüter Da Costa mittels Foulspiel unterbunden. Notbremse. Rote Karte. Beim nachfolgenden Strafstoss von Callà war der bemitleidenswerte Goalie-Debütant Malloth zum ersten Mal machtlos. Eine rabenschwarze Premiere sollte es werden für den jungen Keeper - von seinen Vorderleuten in den entscheidenden Situationen sträflich im Stich gelassen.



Eine halbe Stunde war gespielt, als wiederum Callà erfolgreich war, nachdem er Zürich-Captain Koch aussteigen gelassen hatte. Entschieden war die Begegnung nach einer Distanzversuch von Schultz, der das Leder durch die Arme von Malloth hindurch hämmerte. Auch beim Flachschuss von Ionita (zum 4:0) sah er alles andere als vorteilhaft aus. Nach dem Ehrentreffer von Pedro Henrique kam schliesslich auch noch "Joker" Hallenius zu seiner Torpremiere im FCA-Trikot.



Die "Szene Aarau" präsentierte beim Einmarsch beider Mannschaften eine Blockfahne mit einem sich an einen Fussball krallenden Adler mit den Worten "Aarau ghört euses Härz", während es im Gästesektor eine Zettelchoreo in zwei Blautönen zu sehen gab. Anschliessend wurde der gesamte Block durch eine Blockfahne in den selben Farben mit der weissen Aufschrift "FC Züri" - und den jeweiligen Logos der Südkurve bzw. des Vereins an den äusseren Enden - überzogen.

Samstag, 19. Oktober 2013

VfB Waldshut 1 SV Nöggenschwiel 1

Kreisliga A Hochrhein
VfB-Platz, Waldshut
Zuschauer: 150


Zwei Begegnungen in der näheren Umgebung standen an diesem sonnigen Herbstsamstag auf dem Zettel - mit dem ersten Ziel in der Grenzgemeinde Waldshut, deren Sportplatz nur wenige Hundert Meter von der Schweizer Grenze (resp. vom Koblenzer Zoll) entfernt liegt. Dort finden sich immerhin zwischen zwei und fünf unüberdeckte Stehstufen über eine gesamte Längsseite. Erst mit 30 Minuten Verspätung wurde das Spiel angepfiffen, da der Schiedsrichter im Stau gestanden hatte. Und auch die beiden Mannschaften offenbarten Anlaufschwierigkeiten.



Von einem ungleichen Duell - ungeschlagener Leader gegen siegloser Vorletzter - war allerdings nichts zu sehen. Vielmehr waren es die Gäste, die das erste Tor dieses Abends nach einer Stunde erzielten, profitierend von einem heimischen Missverständnis in der Defensive. Aber nur fünf Spielminuten später traf Waldshut mittels Abpraller zum Ausgleich, doch das Siegestor wollte nun trotz eines vehementen Anrennens der Gastgeber nicht mehr fallen. Übrigens: Aus dem anvisierten Doppler wurde schliesslich trotzdem nichts, weil es die Nachwuchskräfte vom FC Baden (U23) nicht als nötig empfanden in Klingnau anzutreten. Ein beschämender (Nicht-)Auftritt.

Sonntag, 13. Oktober 2013

SR Donaufeld 4 SC Team Wiener Linien 2

Wiener Stadtliga
Sportplatz Donaufeld, Wien
Zuschauer: 550


Am Abschlusstag in der österreichischen Hauptstadt wurde die Sportvereinigung Rasenspieler (SR) Donaufeld Wien im 21. Bezirk besucht. Die Florisdorfer feierten ihre grössten Erfolge zwischen 1990 und 1992, als sie in der 2. Division spielten. Damals entstand auch die übergrosse Haupttribüne mit neun gedeckten Sitzbankreihen in den Vereinsfarben. Momentan kämpfen die Hausherren immerhin wieder um den Aufstieg in die Regionalliga Ost, umso wichtiger war ein neuerlicher Heimsieg an der Nordmanngasse. In einem attraktiven, temporeichen Morgenspiel kam Donaufeld schon nach zehn Spielminuten mit einem Kopfball am entfernten Pfosten dank perfekter Flanke zum ersten Torerfolg dieses Tages - auch wenn das Team Wiener Linien insgesamt ein Chancenplus reklamiern durfte.



Nach einem kläglich verschossenen Penalty erhöhte Donaufeld durch eine sehenswerte Einzelaktion zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff auf 2:0, was sich aber noch nicht als Pausenstand herausstellen sollte. In der Nachspielzeit kamen die Gäste mittels Kopfball zum Erfolg, mussten jedoch nur wenige Augenblicke selbst einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Als das Team Wiener Linien in der Mitte des zweiten Durchgang durch eine riskante Direktabnahme nochmals zu verkürzen wusste, war der Startschuss zu einer hektischen, von viel Dramatik geprägter Endphase im Wiener Norden gefallen, wobei sich Donaufeld die drei Zähler schlussendlich mit einem zweiten Foulelfmeter sicherte.

SV Donau 0 Favoritner AC 1

Wiener Stadtliga
Sportplatz Donau, Wien
Zuschauer: 250 (4)


Zum finalen Ground des verlängerten Wochenendes in Wien reichte ein kurzer Spaziergang am Ufer der Alten Donau entlang. An den Wolkenkratzern des Vienna International Center (VIC) im Stadtteil Kaisermühlen vorbei, tauchte schliesslich der feine Donauplatz am Gewässerrand auf. Diese Anlage besitzt eine ausgebaute Seite, wo sich sieben Holzbankreihen - ohne Überdachung - finden. Daran anschliessend - beim Eingangsbereich zur Donau-Anlage - finden sich einige überdachte Sitzplätze. Akustische Unterstützung war an diesem sonnigen Nachmittag auch garantiert, indem sich die vier FavAC-Supporter immer wieder lautstark und kreativ zu Wort meldeten.



Zum ersten Raunen auf den Rängen dauerte es nur wenige Spielminuten, als die Gäste aus Favoriten an die Querlatte trafen. Danach waren spielerische Höhepunkte selten; umso überraschender war es, dass die ersten Hälfte dennoch einen Treffer bot. Kurz vor dem Pausentee traf der FavAC nach einer kurzen Abwehr der Lokalmatadoren mit einem holprigen Schuss zur Führung. In der Mitte des zweiten Durchgangs kamen beide Teams endlich zu aussichtsreichen Abschlusschancen, doch die Hoffnungen von Donau lösten sich in den letzten Minuten endgültig auf, als sich die Gastgeber zwei Platzverweise einhandelten - vom sangesfreudigen FavAC-Anhang mit einem "Kabinenparty!" hämisch begleitet.