Samstag, 12. August 2006

FC Schaffhausen 0 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadion Breite, Schaffhausen
Attendance: 2230 (200)


Schaffhausen am R(h)einfall - eine Hochburg der gehobenen Fussballkunst? Die zahlreichen (ernüchternden) Besuche im Stadion Breite haben in der Vergangenheit gegenteiliges bewiesen (Hinweis: Die Gastgeber sind nun seit exakt 364 Tagen ohne Heimsieg!) und auch heute nahmen die grauenhaften Dinge ihren Lauf: Der Zuschaueraufmarsch bewegte sich auf einem bedenklichen Niveau, eine stimmungsvolle Atmospähre war ebenfalls nahezu inexistent und die Spieler passten sich diesem Trauerspiel nahtlos an.



Eher überraschend konnten sich die Gäste - seit sechzehn Auswärtsspielen ohne Vollerfolg - in der Mitte der ersten Hälfte infolge eines konsequent (und schnell) vorgetragenen Angriffs das glückliche 0:1 durch Carreño gutschreiben lassen. Schaffhausen offenbarte nun eine eklatante Hilflosigkeit, welche (trotz Rückstand) in einem dauerhaften Ballzuschieben gipfelte, worauf die heimische Fankurve mit den Worten "Seebi raus!" schon mal prophylaktisch die Entlassung des Trainers forderte (passend auch das Spruchband "364 Tage, Basta!!")...



Immerhin vermochten sich die beiden Fangruppen zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem farbenfrohen Intro (in Form von Fahnen und Doppenhaltern) in Szene zu setzen, auch wenn regelmässiger Akustiksupport scheinbar ein Fremdwort geworden ist. Die Aarauer Kicker liefen - wenn nicht selbst verursacht - auch nach dem Pausentee kaum mehr Gefahr diese drei wichtigen Punkte zu verlieren. Ärgerlich war allenfalls noch die inkonsequente Kontertaktik der Rüebliländer: Es seien hierbei der zweikampfschwache Bengondo und der fallsüchtige Rogerio genannt...

Mittwoch, 9. August 2006

Zug 94 2 FC Red Star ZH 1

Swisscom-Cup (Vorrunde)
Sportplatz Herti-Allmend, Zug
Attendance: 135 (-)


Die Begegnungen der ersten Pokalrunde wurden bereits vorgestern ausgelost, doch die letzten Qualifikationsspiele sollten erst heute stattfinden. Folglich durfte sich der Sieger des heutigen 1. Liga-Duells bereits definitiv auf ein Kräftemessen mit dem Fussballclub Wil, seines Zeichens immerhin Cupsieger 2004, freuen. Die Motivation bei den Spielern schien sich dennoch in Grenzen zu halten - erste Torchancen waren erst Mitte der ersten Hälfte auszumachen, wobei die Zürcher durch eine schwerwiegende Fahrlässigkeit im Abschluss zu glänzen wussten.



Die Rache folgte nach dem Pausentee: Eine attraktive Startphase wurde von den Gastgebern nach einer Stunde Spielzeit gekrönt, als Jevremovic seine Farben mit einer herrlichen Einzelleistung in Front schoss. Ein unnötiger Abpraller des Gästekeepers ermöglichte Zug 94 eine Viertelstunde vor Schluss den alles entscheidenen zweiten Treffer; der glückliche Anschlusstreffer für die abschlussschwachen Rotsterne aus Zürich (in der Nachspielzeit) darf als reine Resultatkosemetik abgebucht werden. Der Sportplatz Herti-Allmend, neben der Eishalle gelegen, überzeugt durch eine riesige Tribüne mit fünfzehn überdachten Sitzbankreihen; die übrigen Seiten bestehen ausschliesslich aus kleineren Graswällen.

Dienstag, 8. August 2006

FC Mellingen 0 FC Aarau 9

Freundschaftsspiel
Sportplatz Kleine Kreuzzelg, Mellingen
Attendance: 150 (-)


Ein sechsmaliges Vergnügen der fragwürdigen Art wird der Aarauer Allesfahrerfraktion die kommenden Dienstagabende versüssen - eine zusammengewürfelte Truppe, bestehend aus Ersatzspielern des Fanionteams, zahlreichen Nachwuchskräften und potentiellen Neuverpflichtungen, wird nämlich durch die regionale Provinz tingeln, um überforderte Amateurteams mit Kanterniederlagen nach Hause zu schicken. Das erste Opfer bildeten die Hobbykicker aus Mellingen, welche sich ihre "Lektion" durch eine hohe Niederlage im Rahmen eines Tippspiels der Lokalzeitung "verdient" hatten.



Erklärendes Zitat von der offiziellen Aarauer Website: Als FCA-Trainer Longo Schönenberger im AZ-Toto verlor, versprach er demjenigen Verein ein Testspiel, der in jener Runde die höchste Niederlage verkraften müsse.
Anfängliche Abstimmungsschwierigkeiten auf Aarauer Seiten liessen den Spielstand bis zum Pausenpfiff "nur" auf ein überschaubares 0:3 aus heimischer Sicht anwachsen, doch als die Kräfte bei Mellingen langsam nachliessen, schlugen die Profis eiskalt zu (u.a. traf Bengondo innert zehn Minuten viermal). Die Leistungen der Testspieler (unten ihnen auch Nenad Savic) bewegten sich auf einem diskreten Level...

Samstag, 5. August 2006

FC Luzern 2 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadion Allmend, Luzern
Attendance: 7200 (300)


Am 08. März 2003 erlebte dieses klassische Derby seine letzte Austragung auf der Luzerner Allmend (damals noch in der Auf-/Abstiegsrunde); und auch wenn in der laufenden Spielzeit erst drei Spieltage verstrichen waren, durfte auch heute bereits von einem Abstiegskampf gesprochen werden. Die anfänglichen Fanaktionen waren eines Derbys unwürdig: Im Luzerner Block wurden zwei mickrige Transparente ("Willkommen in der blau-weissen Hölle!") und einige Fahnen präsentiert; gleichzeitig fragten sich die Aarauer (in Gefängnismontur angereist) mittels riesigem Transparent, ob sie denn alle Schwerverbrechen seien. Gutes Timing sieht, NACH Abschaffung der Registrierung für Gästefans, meiner Meinung nach anders aus...



Auf dem Rasen wurde, wenn auch auf einem bescheidenen Niveau, weitaus grösseres Spektakel geboten: Die beiden Offensivreihen genossen viele Freiheiten, machten sich das Leben durch unzählige Abspielfehler jedoch selbst schwer. Eine schöne Kombination über die bärenstarken Mesbah und Sermeter brachte den Gästen nach einer halben Stunde den verdienten Führungstreffer, der durch eine Dummheit im eigenen Strafraum gleich wieder relativiert wurde - "Rückkehrer" Cantaluppi konnte vom Elfmeterpunkt postwendend ausgleichen.



Die Stimmung blieb derweil bedenklich: Die Einheimischen vermochten sich nur selten geschlossen in Szene zu setzen und aus dem Aarauer Sektor war gar nichts zu hören (immerhin sorgten zahlreiche Doppelhalter und ein wenig weisser Rauch für ein nettes Aarauer Intro in der zweiten Hälfte). Auch im fussballerischen Bereich schienen die Aargauer ihre Bemühungen nun fast vollständig eingestellt zu haben. Folgerichtig durften die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber kurz vor Ende den (keineswegs unverdienten) 2:1-Siegestreffer durch Paquito bejubeln - ohne spielerische Linie ist schliesslich auch bei den punktelosen Innerschweizern nichts zu holen...

Mittwoch, 2. August 2006

FC Liestal 5 FC Herzogenbuchsee 4 (on penalties)

Swisscom-Cup (Vorrunde)
Stadion Gitterli, Liestal
Attendance: 150 (0)


Eine regionale (Ground-)Lücke konnte heute mit dem Stadion Gitteli, welches über eine kleine Tribüne mit roten Sitzbänken und fünf angrenzenden Stehstufen verfügt, in Liestal geschlossen werden. Nach einem kurzen Startfurioso der Gäste bekamen die Einheimischen dieses Cupduell immer besser in den Griff, ohne jedoch in den wichtigen Momenten zu reüssieren - zahlreiche Chancen wurden kläglich vergeben. Der Sturmlauf der Gastgeber fand auch nach dem Pausentee seine Fortsetzung; doch in den entscheidenden Momenten konnte der gegnerische Keeper einen Liestaler Erfolg mit mirakulösen Paraden verhindern.



Als sich die Baselbieter in der Mitte der zweiten Hälfte endlich über den verdienten Führungstreffer freuen durften, tat sich Sonderbares auf dem Feld: Die Gastgeber zogen sich unerklärlicherweise in die Defensive zurück und mussten wenig später, inzwischen in Unterzahl agierend, sogar den Ausgleich hinnehmen. Auch der dritte Aluminiumtreffer von Liestal (in einer langweiligen Verlängerung) konnte das Penaltyschiessen nicht mehr abwenden. Am Ende sollten die Gastgeber mit Glück die Oberhand behalten, weil der heimische Keeper den alles entscheidenden Elfmeter gekonnt parieren konnte. Als (verdienten) Lohn dürfen die Liestaler in der ersten Hauptrunde nun den FC Basel empfangen...

Samstag, 22. Juli 2006

FC Zürich 3 FC Aarau 0

Axpo Super League
Stadion Hardturm, Zürich
Attendance: 6400 (150)


Die erste Auswärtsfahrt der neuen Saison führte in den Zürcher Hardturm, wo ein ungewohnter Gegner wartete: Der Schweizer Meister darf seine Spiele in den kommenden Monaten im verhassten Stadion des Erzfeindes austragen, was die Fans mit "mit dä Stimm im Hardturm, mit em Herz im Letzi" kommentieren. Der Vedacht, dass die Stadtzürcher auch die Stimme "zu Hause" gelassen hatten, war jedoch nicht auszuräumen; auch im optischen Bereich war auch nichts zu erkennen und bei den Gästen wurde sowieso (wenn auch nicht geschlossen) gegen den Fanpass demonstriert.



Auf der Grünfläche, auch Spielfeld genannt, sorgte Keita aus abseitsverdächtiger Position bereits früh für klare Verhältnisse (Anmerkung: Nein, es war definitiv kein Offside!). Die ersatzgeschwächten Aarauer spielten in der Folge zwar gefällig mit, doch wer sich bietende Torhancen nicht verwerten kann, wird bitter bestraft, was wiederum Keita mit seinem zweiten Treffer (nach einem haarsträubenden Pass von Burki) zum "psychologisch perfekten Zeitpunkt" kurz vor dem Seitenwechsel eindrücklich unterstrich.



Die zweite Halbzeit wurde zum gemütlichen Schaulaufen für die technisch versierten Gastgeber - erst recht als der Aarauer Bilibani nach einer Stunde Spielzeit mit der gelb-roten Karte vom Feld verwiesen wurde. Die Partie war gelaufen, wodurch drei 17-jährige Nachwuchskicker auf Gästeseite auch noch zu ihren ersten Einsätzen in der höchsten Spielklasse kamen. Einen dritten Zürcher Treffer, durch den wendigen Raf(f)ael, konnte diese Massnahme hingegen auch nicht verhindern. Die Stimmung auf den Rängen war durchwegs durchschnittlich, aber das ist im Hardturm nicht als grosse Überraschung zu werten...



Ein leerer Gästeblock zwecks Boykott der Registrierungspflicht für Gästefans...

Mittwoch, 19. Juli 2006

FC Aarau 1 FC Thun 1

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 4400 (150)


Saisonstart in der Schweiz. Und Spiel Eins nach Inkrafttreten der neuen Sicherheitsverordnung für Gästefans (Ausweispflicht, etc.). Die Thuner protestierten auf ihre Weise: "Hooligan-Apero" vor dem Stadion in der ersten Hälfte, akustische Unterstützung im Gästeblock nach dem Seitenwechsel - begleitet von zwei Transparenten ("Thun-Fans = Faire Fans! Danke SFL, fair sein bringt...? Nichts!" und "13.5.06 sollen wir jetzt schuld sein?"). Die Aarauer Fans offenbarten derweil lieber ihre Freude über die lange Zugehörigkeit des Vereins in der obersten Spielklasse ("25 Johr NLA, de 12ti Maa isch stolz uf da").



Im Gegensatz zu ihren wenigen Anhängern waren die Thuner Spieler von Beginn weg aktiv, was zum vorhersehbaren Führungstreffer durch einen tückischen Aufsetzer von Dosek führte; im direkten Gegenzug konnte Antic die Torgleichheit mit einer schönen Einzelleistung wieder herstellen. Die sehenswerten Aktionen nach dem Pausentee waren mehrheitlich den engagierten Gastgebern zuzuschreiben, was den (Stimmung-)Funken endlich auch auf das Publikum überspringen liess. Im Abschluss liessen es jedoch beide Equipen an der nötigen Kaltblütigkeit vermissen, um das leistungsgerechte Remis noch zu verhindern.

Samstag, 15. Juli 2006

Karlsruher SC 2 FC Aarau 2

Freundschaftsspiel
Sportplatz Eggenstein, Eggenstein
Attendance: 1200 (20)


Zum Abschluss der fünfwöchigen Vorbereitungsphase wurde die badische Gemeinde Eggenstein(-Leopoldshafen), nördlich von Karlsruhe, angesteuert, deren Sportplatz immerhin über zwei Stufen auf den beiden Längsseiten (und einen überdachten Bereich vor dem Clublokal) verfügt. Im inoffiziellen Revanchespiel für die UI-Cup-Niederlage im Jahre 1995 (1:2 n.V.) durften die aufsässigen Aarauer (und die mitgereisten Anhänger) bereits in der vierten Minute jubeln, als Mesbah einen Strafstoss (nach Foul an Antic) verwandeln konnte.



Der schnelle Ausgleich blieb der alleinige Höhepunkt eines erschreckend schwachen Bundesligisten in der ersten Hälfte - logische Folge war der erneute Führungstreffer der ansprechenden Schweizer durch einen Distanzschuss von Burki. Notiz am Rande: Gästetrainer "Longo" Schönenberger hätte den Linienrichter nach einer Meinungsverschiedenheit beinahe mit einer Kopfnuss niedergestreckt. In der zweiten Hälfte liefen auf heimischer Seite zahlreiche frische Akteure auf, welche sich für die grösste Karlsruher Druckphase verantwortlich zeigten, an deren Ende ein verdienter Ausgleich stand.



In der Folge fiel das Spieltempo merklich zusammen: Auf Aarauer Seite wurden, neben den beiden ansprechenden Testspielern Ralph Keidel (früher: Duisburg, Oberhausen und Ahlen) und Jean Paulo De Franca (aus Brasilien), zahlreiche Nachwuchsspieler eingesetzt, was die offensive Durchschlagskraft verschwinden liess und auch die Bundesligakicker schienen nicht mehr mit aller Konsequenz den entscheidenden Torerfolg zu suchen. Einige Aufregung verursachte noch eine gelb-rote Karte gegen den kampfstarken Linksaussen Mesbah, deren Ursache wohl im übermotivierten Verhalten aller Beteiligten zu suchen ist.

Samstag, 8. Juli 2006

FC Aarau 2 CS Louhans-Cuiseaux 0

Freundschaftsspiel
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 500 (-)


In einem kurzfristig angesetzten Testkick gastierte der französische Drittdivisionär CS Louhans-Cuiseaux zum internationalen Vergleich auf dem Brügglifeld. Die Aarauer hatten die Partie mühelos unter Kontrolle, doch gefährliche Torchancen liessen auf sich warten: In der Mitte der ersten Hälfte wurde ein Christ-Kopfball im letzten Moment auf der Linie abgewehrt, wenig später zwang der bulgarische Testspieler Mitev (Urteil: durchschnittlich) den gegnerischen Keeper mit seinem Distanzschuss zu einer Glanzparade.



Über eine Stunde war bereits verstrichen, als der aufgerückte Aussenverteidiger Schmid mit einem herrlichen Direktschuss in den Winkel (nach Vorarbeit von Menezes) zur verdienten Heimführung traf – nur zwei Minuten später erhöhte der (ebenfalls) eingewechselte Antic alleine vor dem Gästekeeper auf 2:0. In der Folge machten die frustrierten Franzosen nur noch durch ihr überhartes Einsteigen (und mehreren Verwarnungen) auf sich aufmerksam; kurz vor dem Abpfiff mussten auch die Aarauer nochmals einen Ball von der Linie kratzen.

Samstag, 1. Juli 2006

FC Luzern 1 FC Aarau 2

Freundschaftsspiel
Sportplatz Schäracher, Triengen
Attendance: 350 (-)


Zum 40-jährigen Vereinsjubiläum vom Fussballclub Triengen trafen sich die verfeindeten Clubs aus Luzern und Aarau zu einem freundschaftlichen Derby im mittelländlichen Niemandsland. Der Torhüter des Aufsteigers konnte sich zu Beginn nicht über mangelnde Arbeit beklagen, doch gegen den (Nach-)Schuss von Antic war auch die starke Zukunftshoffnung Zibung chancenlos. Und noch vor Ablauf einer halben Stunde zimmerte der starke Linksaussen Mesbah das runde Spielgerät per Direktabnahme erneut ins Luzerner Gehäuse.



Die Innerschweizer, alles andere als eiskalt im Abschluss, kamen vor dem Pausentee durch ein Penaltygeschenk (nach einem Missverständnis zwischen Colomba und Carreño) zum glücklichen Anschlusstreffer. In der zweiten Halbzeit bewegten sich zahlreiche neue (Luzerner) Gesichter auf dem Rasen, was den Spielfluss stark hemmte – zu erwähnen sind noch zwei Aluminiumtreffer: Zuerst scheiterte Tchouga mit seinem gefühlvollen Heber am rechten Torpfosten, wenig später hämmerte Carlos Alberto einen Aarauer Freistoss an die Latte.