Dienstag, 29. April 2008

FC Rüti ZH 2 FC Pfäffikon 1

3. Liga regional (FVRZ)
Sportplatz Schützenwiese, Rüti
Attendance: 100 (-)


Wenn man viele Spiele minderer Qualität zur Auswahl hat, wird meistens das Kriterium „Stadionausbau“ (NICHT mit Betonung auf Stadion…) zu Rate gezogen. Als Folge einer derartigen Überlegung führte die Reise an einem zuvor unverplanten Dienstagabend an die Kantonsgrenze der Gebiete Zürich und St. Gallen: In Rüti ZH ist nämlich der erfolgloseste NLB-Verein aller Zeiten (Saison 1982/83: 1 Sieg, 3 Unentschieden, 26 Niederlagen, 31:85 Tore) beheimatet, wobei man dem Ground seine (kurze) oberklassige Vergangenheit durchaus ansieht: Auf einer Längsseite befinden sich als Vorbau des alten Garderobentraktes immerhin vier überdachte Sitzbankreihen; links davon (im Bildvordergrund) verlaufen zudem ebenso viele brüchige Steinstufen.



Auf dem Rasen trafen sich heute zwei Equipen aus der oberen Tabellenhälfte, jedoch ohne Chancen auf den Aufstieg in die 2. Liga. Die sauberere Klinge führten zu Beginn zweifellos die Gäste aus Pfäffikon, was ihnen nach zwanzig Minuten einen Lattentreffer bescherte – schliesslich musste jedoch ein (durch den heimischen Keeper) dümmlich verursachter Strafstoss herhalten, damit die Gäste in Front gingen. Nach der Pause wirkten vor allem die Akteure aus Rüti wie verwandelt, was bereits nach wenigen Minuten mit dem Ausgleich belohnt wurde. Ein herrlicher Abschluss in die entfernte Torecke brachte den Gastgebern am Ende sogar noch den umjubelten Sieg, der aufgrund der Leistungssteigerung nach dem Pausentee verdient war.

Samstag, 26. April 2008

FC Aarau 2 FC Basel 2

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 7900 (2500)


Eine Woche nach der "erfreulichen" Niederlage im Wankdorf liess sich ein weiterer Schritt machen, um sich selbst in Richtung UI-Cup zu schiessen – mit einem Punktgewinn gegen Basel wusste man nicht nur den Young Boys eine Freude zu bereiten. Dabei bekundeten die Aarauer zu Beginn grosses Glück, als Streller nach 50 Sekunden im Anschluss an eine verunglückte Abwehr von Benito nur den Pfosten traf. Nach zwanzig Minuten schien alles seinen geregelten Lauf zu nehmen: Alleine vor dem Aarauer Gehäuse traf Streller eiskalt zum 0:1, doch die Gastgeber steckten nicht auf und erarbeiteten sich noch vor der Pause mehrere Grosschancen, deren Verwertung allerdings stark zu wünschen übrig liess.



Auch nach der Pause drückte Aarau auf den Ausgleich, was mit dem irregulären (und sehenswerten) Treffer von Rogerio belohnt wurde, der wenig später zudem von Basel-Keeper Costanzo gefoult wurde – Sermeter verwandelte glückhaft zur heimischen Führung. Aber während die Gastgeber weitere Chancen fahrlässig vergaben, kamen die Basler doch noch zum gerechten Ausgleichstreffer durch einen Kopfball nach Ergic. Auf den Rängen zeigten die Aarauer zu Beginn eine rot-schwarze Choreographie, bestehend aus mehreren Blockfahnen/-bändern, mit der Aufschrift "Grande Aarau since 1902", während im Gästeblock als Intro viele Fahnen (sowie ein wenig farbiger Rauch) präsentiert wurden.

Sonntag, 20. April 2008

FC Kirchberg 1 FC Allmendingen 1

2. Liga regional (FVBJ)
Sportplatz Birkenring, Kirchberg
Attendance: 120 (-)


Acht Stunden vor dem Anpfiff im Berner Wankdorf war heute Tagwacht angesagt, um auf dem (in)direkten Weg in die Bundesstadt noch einen Abstecher in unterklassige Gefilde einzuschieben. Unweit von Burgdorf kreuzten zu morgendlicher Stunde Kirchberg (orange) und Allmendingen (gelb) die Klingen in der Berner Kantonalgruppe. Die Gäste aus Thun fanden besser ins Spiel und gingen nach einer Viertelstunde – und einigen verpassten Chancen – verdient in Front, um die abbauende Begegnung nachfolgend zu kontrollieren.



Auch nach dem Pausentee schienen die Berner Oberländer das Spielgeschehen weitgehend im Griff zu haben, doch mit fortlaufender Spieldauer häuften sich die brenzligen Situationen im Strafraum der Gäste – und schliesslich fiel der fällige Ausgleich doch noch, als die Einheimischen eine Viertelstunde vor dem Ende einen schnellen Konter über die linke Angriffsseite erfolgreich abschliessen konnten. Und dabei blieb es aufgrund der mangelhaften Durchschlagskraft beider Equipen bis zum herbeigesehnten Schlusspfiff.

Noch vier Spiele bis UI-Cup: Xamax (2:2) und YB (0:4)

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 5150 (100)


Drei Minuten kollektiver Tiefschlaf in der Aarauer Abwehr genügten, damit die Abstiegskandidaten vom Neuenburgersee schon nach einer Viertelstunde mit 2:0 in Führung lagen. Es folgte eine hilflose gastgebende Mannschaft, die zwar mehrheitlich in Ballbesitz war, aber sich kaum nennenswerte Torchancen zu erarbeiten vermochte. Erschwert wurde diese Aufgabe durch die Tatsache, dass sich die Xamaxien in der Folge in der konsequenten Darbietung ihrer Spezialdisziplinen (Zeitverzögerung und Simulieren) übten. Nichts, aber auch gar nichts, deutete auf ein Aarauer Erfolgserlebnis hin – bis Burki in der 87. Minute mit einer abgefälschten Schuss verkürzen konnte. Und zwei Minuten traf Rogerio tatsächlich zum 2:2. Das Stadion bebte. Vergessen waren alle Leiden der vorangegangen Spielminuten...


(Aarauer Intro bei der Auswärtsniederlage gegen den zukünftigen Schweizer Meister)

Axpo Super League
Stadion Wankdorf, Bern
Attendance: 24340 (400)


Es war beinahe "beängstigend" zu sehen, wie sich die Aarauer dem scheinbar übermächtigen BSC Young Boys mit spielerischen Mitteln entgegenstellen wollten, sodass es schliesslich nicht überraschend konnte, dass die (drei) Punkte allesamt in Bern blieben. "Wir haben über unseren Verhältnissen gespielt", bemerkte Aarau-Coach Komornicki nach Spielschluss. Und tatsächlich waren die euphorisierten Aarauer ins offene Messer gelaufen, gerieten durch einen unnötigen Strafstoss kurz vor der Pause in Rücklage und mussten sich am Ende mit einer (zu) deutlichen Niederlage aus dem Wankdorfstadion verabschieden, auch weil die Gastgeber mit grosser Treffsicherheit begeisterten. Immerhin wurde aktiv mitgeholfen, dass Platz Fünf womöglich doch zu einer UI-Cup-Fahrt berechtigen würde.

Samstag, 19. April 2008

FC Mladost Aarau 0 FC Aarau U21 8

2. Liga regional (AFV)
Sportanlage Schachen (KR), Aarau
Attendance: 100 (-)


Das zweite Stadtderby der Saison liess punkto Intensität und Brisanz - verglichen mit dem ersten, gehässigen Aufeinandertreffen - einiges zu wünschen übrig, was auch an der aktuellen Tabellenlage der beiden Equipen liegen mag: Aarau II steuert unaufhaltsam auf die 2. Liga interregional zu, während Mladost Aarau den Fall in die 3. Liga kaum mehr wird verhindern können. Am heutigen Samstag vermochten die gastgebenden Aussenseiter das Spiel immerhin eine halbe Stunde lang offen zu gestalten, was allerdings auch daran lag, dass die Adler – allen voran Profispieler Bouchhioua – einige hochkarätige Chancen ungenutzt verstreichen liessen. Als schliesslich Guerrero, ebenfalls aus der ersten Mannschaft, mit einem Flankenball an Freund und Feind vorbei ins Netz traf, war der Widerstand gebrochen.



Der tunesische Angreifer Bouchhioua wusste in der Folge, jeweils von den gegnerischen Defensivspielern sträflich alleine gelassen, ebenfalls zwei Treffer zu markieren, bevor sich mit Scherer erstmals auch ein "echter" Nachwuchsakteur in Szene zu setzen vermochte und innert Minutenfrist zweimal ins Schwarze traf. Zwar schien Mladost mit den Kräften inzwischen vollkommen am Ende, doch bis zum nächsten Erfolgserlebnis des Team Aargau dauerte es fast eine Viertelstunde – der eingewechslte Renna hatte nach einem perfekten Zuspiel von Bisevac leichtes Spiel, woraufhin sich Erstgenannter wenige Minuten später bei seinem Passgeber bedankte und ihm den siebten Treffer des Abends auflegte. Ein tückischer Aufsetzer von Kahraman fixierte zwei Minuten vor dem Ende den höchsten Saisonsieg des Aarauer Nachwuchses.

Mittwoch, 16. April 2008

SC Düdingen 0 FC Meyrin 0

1. Liga (Gruppe 1)
Sportplatz Birchhölzli, Düdingen
Attendance: 200 (-)


Eine unversiegbare Quelle an Nachholspielen führte mich endlich - schon mehrmals eingeplant - an den Röschtigraben, genauer gesagt nach Düdingen (Guin). Auf dem sanierten Sportplatz (drei Stufen auf einer Längsseite) trafen sich die Einheimischen mit dem Genfer Vorortclub Meyrin zu einem belanglosen Mittelfeldduell der enttäuschenden Sorte. Die wenigen Torchancen entstanden jeweils nur unter gütiger Mithilfe des Gegners, wobei Düdingen mit einer ultradefensiven Ausrichtung (und nur einer verlorenen Sturmspitze) sowieso kaum zu erfolgsversprechenden Möglichkeiten kam, während sich die Gäste trotz klarer Vorteile immer wieder in der massiven Abwehr der Freiburger verrannten.



Auch die taktische Umstellung der Gastgeber - mit ihrem prominenten (Noch-)Trainerduo Adrian Kunz und Martin Lengen - auf einen Zwei-Mann-Sturm zu Beginn der zweiten Halbzeit vermochte die offensive Durchschlagskraft der eigenen Equipe nicht zu erhöhen. Einem Torerfolg am nächsten gelangten die Genfer nach etwas mehr als siebzig Minuten, als Meyrin am rechten Torpfosten (und im Nachschuss erneut an der vielbeinigen Defensive) scheiterte. Die Einheimischen fanden erst in den Schlussminuten ins Spiel, verpassten einen späten Siegestreffer allerdings mehrmals. Abschliessend ist noch die zweifelhafte Erkenntnis anzubringen, dass es in Meyrin wohl eine ausgezeichnete Schauspielschule geben muss...

Sonntag, 13. April 2008

FC Witikon 1 FC Blue Stars ZH 1

2. Liga regional (FVRZ)
Sportanlage Looren, Zürich
Attendance: 60 (-)


Insgesamt zwei Dutzend Grounds fasst die 2. Liga des Zürcher Regionalverbands, aufgeteilt in zwei Gruppen. Als viertletzter Sportplatz sollte nun Witikon (mit drei Stufen auf einer Längsseite versehen) in meine "Sammlung" aufgenommen werden. Im Stadtzürcher Derby gegen Blue Stars entwickelte sich eine interessante Startphase mit guten Ansätzen auf beiden Seiten. Als die Begegnung in der Folge einiges ihrer Intensität einbüsste, sorgte ein herausgeschundener Strafstoss – wenige Minuten vor der Halbzeitpause – für eine überraschende Führung der blauen Sterne.



In der zweiten Hälfte liess die geforderte Reaktion der abstiegsbedrohten Gastgeber nicht lange auf sich warten. Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, als Witikon schliesslich für seine Bemühungen belohnt wurde: Zwar vermochte der Gästekeeper einen ersten Abschlussversuch noch zu vereiteln, doch im Nachschuss (per Kopf) waren die Einheimischen aus dem Osten der Grossstadt endlich erfolgreich. Beide Equipen hätten in der Folge das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden können, doch trafen sowohl Witikon als auch Blue Stars nur noch (jeweils einmal) die Torumrandung.

FC Zürich 0 FC Aarau 0

Axpo Super League
Stadion Letzigrund, Zürich
Attendance: 9100 (400)


Am Hauptbahnhof frönte meine Wenigkeit (zwecks Zeittotschlagens...) einer Trendsportart namens Beachvolleyball, um dennoch überpünktlich zum Letzigrund aufzubrechen, wo heute der amtierende Schweizer Meister (oder was von ihm übrig geblieben ist...) auf seinen neuen "Angstgegner" traf. Das Geschehen ist rasch zusammengefasst: Beide Teams agierten äusserst defensiv mit wenig Drang zum Tor – und als man sich doch eine Chance erspielt hatte, waren die Akteure davon wohl am meisten überrascht; immerhin währten die Aarauer dadurch ihre saisonale Ungeschlagenheit (ein Sieg, drei Unentschieden) gegen die harmlosen Stadtzürcher. Auch auf den Zuschauerrängen war wenig Weltbewegendes auszumachen: In beiden Fanblöcken waren als Intro einige Doppelhalter und Fahnen zu sehen; akustisch vermochten sich beide Gruppen gelegentlich in Szene zu setzen.



U21-Update (6:0-Sieg gegen Rothrist): Auch im fünften Ernstkampf im diesem Frühjahr bleibt der Aarauer Nachwuchs ohne Gegentreffer. In der Offensive eröffnete Bouchhioua den Torreigen mit einem ansatzlosen Schuss in den rechten Winkel – auf der Gegenseite trafen die kämpferischen Gäste ihrerseits nur die Torumrandung. Im zweiten Umgang – inzwischen hatten sich beide Teams selbst in gleichem Masse dezimiert – war der Bann schliesslich gebrochen. Allen voran Guerrero und Tarone, echte Verstärkungen aus dem Fanionteam, waren mit jeweils zwei Toren und ebenso vielen Vorlagen für den deutlichen Erfolg der Zweitvertretung verantwortlich. Fazit: Noch sieben Spiele bis Aufstieg!

Samstag, 12. April 2008

SC Bümpliz 78 3 FC Spiez 2

2. Liga regional (FVBJ)
Sportplatz Bodenweid, Bern
Attendance: 150 (-)


Ein Spitzenspiel wie Tag und Nacht – mit bestem Dank an den Unparteiischen. Es dauerte geschlagene 29 Minuten bis eine erste Torchance notiert werden konnte. Die strenge Regelauslegung des Schiedsrichters führte schliesslich zu einem Handspenalty für die Gastgeber; im Gegenzug kam Spiez – bislang ungeschlagen – zum sofortigen Ausgleich, nachdem der heimische Keeper einen Schuss unglücklich abprallen liess. Daraufhin enervierte sich ein Akteur der Gäste (!) so stark, dass der Mann in Schwarz erstmals die Ampelkarte zückte. Und dies spielte sich alles zwischen der 42. und 47. Minute ab. Nach einer knappen Stunde erzielte Bümpliz die erneute Führung, was vor allem den passiven Gästen zu verdanken war – die Oberländer hatten einen Gegentreffer regelrecht herbeigesehnt...



Eine Viertelstunde vor dem Ende begann die ausufernde Kartenflut in diesem äusserst fairen (!) Spiel: Insgesamt zehn Verwarnungen und drei Platzverweise – davon sieben bzw. zwei ab der 72. Minute – verteilte Herr Thomet zum Unverständnis aller Beteiligten. Auch Fussball wurde auf der Bodenweid (schmucke Holztribüne der baufälligen Art mit acht Bankreihen) in der turbulenten Schlussphase noch gespielt: Zuerst durfte Spiez durch einen Handelfmeter den erneuten Ausgleich bejubeln, doch am Ende siegten die Stadtberner, als sie in der zweiten Minute der Nachspielzeit – wie könnte es anders sein – einen Strafstoss (ausnahmsweise war damit keine Bestrafung in Form eines farbigen Kartons verbunden...) souverän zum Vollerfolg in letzter Minute verwandeln konnten.

FC Wabern 1 FC Lerchenfeld 1

2. Liga regional (FVBJ)
Sportplatz Lerbermatt, Wabern
Attendance: 70 (-)


Knapp vier Kilometer unter erschwerten Bedingungen (unwilliges Navigationssystem...) waren innert zehn Minuten bis zum zweiten Tagesziel zurückzulegen, was schliesslich doch mühelos geschafft wurde – und dabei hätten die beiden Teams (dem Anschein nach) sowieso auf uns gewartet. In Wabern, einem Ortsteil von Köniz, kann der Sportplatz immerhin mit acht Stehstufen in der Mitte einer Längsseite aufwarten – auch wenn sich mein Mitfahrer an der angrenzenden Baum- und Sträuchervegetation zu stören wusste. Die Gastgeber wollten heute einen Schritt aus dem Tabellenkeller machen, doch wenn man nach einer Viertelstunde einen Strafraum kläglich verschiesst, darf man sich nicht wundern...



Die gastierenden Thuner unterbreiteten Wabern wenig später allerdings ein zweites Geschenk, als der Lerchenfeld-Keeper einen hohen Ball merklich unterschätzte – und der zufällig anwesende Angreifer der Einheimischen per Kopf zum 1:0 ablenken konnte. In der Folge war die Begegnung arm an Höhepunkten: Zwar schien Wabern das Geschehen mühelos zu kontrollieren, doch nach einer Stunde kam Lerchenfeld zum überraschenden Ausgleich, als das Leder aus 20 Metern trocken unter die Querlatte gehämmert wurde. Erst in den Schlussminuten nahm das Spiel schliesslich wieder Fahrt auf – doch zu mehr als (jeweils) einem Aluminiumtreffer auf beiden Seiten sollte es im Berner Süden nicht mehr reichen.