Mittwoch, 19. August 2009

FC Brig 5 FC Visp 1

2. Liga regional (WFV)
Sportplatz Geschina, Brig
Attendance: 200 (-)


Zum Saisonauftakt wusste die höchste Walliser Spielklasse mit einem kleinen Derby zwischen Brig und Visp (Luftdistanz: neun Kilometer) aufzuwarten, was einen erhöhten Zuschaueraufmarsch auf dem örtlichen Sportplatz (vier Stehstufen auf einer Längsseite) garantierte. Von Expertenseite war heute ein deutlicher Auswärtssieg erwartet worden, aber die Gastgeber vermochten das Spiel ausgeglichen zu gestalten – und gingen (im Anschluss an einen missglückten Ausflug des Gästekeepers) sogar durch einen Kopfball in Führung. Als Visp in der Folge endlich über die Flügel spielte, liess der verdiente Ausgleich (ebenfalls per Kopf) nicht lange auf sich warten.



Aber die Gäste, trainiert vom früheren Aarau-Coach Jochen Dries, brachten sich postwendend selbst in Schwierigkeiten: Zwei Defensivfehler später – von Brig eiskalt ausgenutzt – war die 3:1-Pausenführung der Gastgeber fixiert. Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Visp wieder besser auf, woraus (nur) ein Lattentreffer mittels Freistoss von der rechten Seite resultierte. Auf der Gegenseite sorgte eine sehenswerte (aber haltbare) Direktabnahme von der Strafraumgrenze für die endgültige Entscheidung. Auch den Schlusspunkt setzten die Einheimischen, indem sie den inferioren Visp-Torhüter mit einem schnellen Konter leichtfüssig uberwinden konnten.

Dienstag, 11. August 2009

FV Ravensburg 0 1. FC Heidenheim 3

WFV-Pokal (3. Runde)
Wiesentalstadion, Ravensburg
Attendance: 700 (-)


Der einzige Wettbewerbsteilnehmer aus der 3. Bundesliga (und somit grosser Favorit auf den Gewinn des Verbandpokals Württemberg) gastierte in der dritten Hauptrunde in der schönen Bodenseeregion, was zu einem Tagesausflug entlang der helvetisch-germanischen Grenzlinie genutzt wurde. Im örtlichen Industriegebiet gelegen überzeugt das ehemalige Wiesentalstadion, das den Namen aus finanziellen Gründen an einen Sponsor abtrat, mit einer überdachten Tribüne (bestückt mit neun Holzbankreihen). Auf den übrigen Seiten verlaufen mehrere ungedeckte Stehstufen, wobei deren Anzahl zwischen zwei und sechs variiert. Von Beginn weg war eine optische Überlegenheit der Gäste auszumachen, doch gefährlich wurde es vorerst nicht.



Erst gegen Ende der ersten Hälfte musste der heimische Keeper seine Farben mehrmals mit reflexartigen Paraden im Spiel halten. Die Vorentscheidung folgte anfangs der zweiten Halbzeit, als Heidenheim innert sieben Minuten zweimal jubeln durfte. Endlich war auch eine offensive Reaktion der Einheimischen auszumachen, doch der Ehrentreffer blieb Ravensburg trotz zweier hochkarätiger Möglichkeiten (und aufgrund eines annullierten Abseitstores) verwehrt; stattdessen besorgte die ehemalige Sektion des Heidenheimer SB in der Mitte des zweiten Durchgangs den 0:3-Endstand. Als unrühmlicher Höhepunkt wurde ein wirkungsloser Ravensburg-Angreifer nach einem Rencontre mit dem streitlustigen Gästekeeper noch des Feldes verwiesen.

Samstag, 8. August 2009

FC Sion 1 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stade de Tourbillon, Sion
Attendance: 11000 (80)


Oftmals wird zurecht an der Existenz eines Fussballgottes gezweifelt, im regnerischen Wallis war seine Anwesenheit hingegen garantiert. Die Aarauer waren zwar lange Zeit chancenlos, doch nachdem sich Sion in Anschluss an den verdienten Führungstreffer von Fermino (52.) überraschend zurückzog, packte die Equipe von Jeff Saibene – anfänglich zögerlich, später entschlossen – diese Chance, um einen Punkt aus der Südschweiz zu entführen. Nachdem Alexeev, Aquaro und auch Burki knapp gescheitert waren, sorgte Verteidiger Stoll in der dritten Minute der Nachspielzeit mittels Kopfball für einen späten, aber frenetisch bejubelten Ausgleichstreffer. Alles andere als begeisternd war hingegen die Stimmung im Tourbillon: Von heimischer Seite (mit einem Doppelhalter und Fahnenintro) waren nur zaghafte Gesänge zu vernehmen, von der (enttäuschend) kleinen Aarauer Abordnung war nichts zu hören...


Bildlegende: U21-Spieler Ilir Buqaj (rechts) im Duell mit einem Gegenspieler aus Härkingen.

U21-Testspiele: Unterschiedlicher hätten die beiden letzten Testspielleistungen der Aarauer Nachwuchstalente vor dem Saisonstart nicht sein können. Am Mittwoch unterlag die Equipe von Ranko Jakovljevic in Lyss mit 0:2, wobei man in der Offensive erschreckend harmlos blieb – und sich bei den beiden Gegentoren alles andere als geschickt anstellte. Vier Tage später schoss sich die Mannschaft hingegen den angestauten Frust von der Leber, indem man den inferioren Liga-Neuling Härkingen mit einer diskussionslosen 0:6-Niederlage auf den Heimweg schickte.

Freitag, 7. August 2009

SV Werder Bremen II 1 BV Borussia Dortmund II 0

3. Bundesliga
Weserstadion Platz 11, Bremen
Attendance: 1000 (400)


Amateure raus aus Liga 3! Nicht selten scheint diese radikale Forderung aufgrund der drohenden Wettbewerbsverfälschung und des geringen Zuschauerzuspruchs verständlich. Eine löbliche Ausnahme stellt die Zweitvertretung aus Dortmund dar, deren Anhängerschaft selbst zum freitäglichen Abendspiel in Bremen mit mehreren Hundertschaften anreist. Die Mehrheit der Amateur-Borussen glänzte allerdings nicht nur durch Anwesenheit – so waren während der gesamten Spielzeit abwechslungsreiche Gesänge aus dem Gästeblock zu vernehmen, begleitet von einem halben Dutzend Schwenkfahnen in ständiger Bewegung. Ein respektabler Auftritt, den in der dritthöchsten Spielklasse nur wenige Fanszenen hätten übertrumpfen können.



Das heimische Publikum entsprach hingegen dem ungeliebten Stereotyp des regungslosen Amateur-Supports. Nicht einmal das goldene Tor des Abends (52.) vermochte die kühlen Norddeutschen nachhaltig aus der Reserve zu locken. Über den Verdientheitsgrad des Bremen Treffers liess sich streiten – zu ausgeglichen und gleichermassen harmlos hatten sich die beiden bislang sieglosen Equipen präsentiert. Die brenzligen Situationen der ersten Hälfte spielten sich im Strafraum der Gastgeber an, als Dortmund einen Abseitstreffer verbuchte und einen weiteren Abschlussversuch auf der Torlinie geklärt sah. Dazwischen erspielte sich Bremen zwar ein optisches Übergewicht, trat in der Angriffszone allerdings erschreckend ziellos auf.



Dies änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht, genügte aber dennoch zum Führungstreffer aus halbrechter Position, nachdem das Spielgerät vor die Füsse von Oehrl gefallen war. Die jungen Borussen reagierten (nach einer sehenswerten Kombination) mit einem Lattentreffer, doch die anhaltende Harmlosigkeit beider Equipen war höchstens der allgemeinen Spannung zuträglich. Am knappen Vorsprung auf dem Nebenplatz des grossen Weserstadions, im Volksmund auch "Platz 11" genannt, änderte sich bis zum Schlusspfiff jedoch nichts mehr. Der Ground vermag eine überdachte Tribüne mit grünen Sitzschalen und dem Schriftzug "Werder" zu bieten; auf der Gegengerade finden sich (ebenso im grosszügigen Gästesektor) fünf Betonstufen.

Sonntag, 2. August 2009

VfR Wormatia Worms 0 SpVgg Greuther Fürth 1 (after extra time)

DFB-Pokal (1. Runde)
Wormatia-Stadion, Worms
Attendance: 4828 (400)


Die erste Hauptrunde des deutschen Pokals sollte zu einem Kurzausflug nach Worms (Regionalliga West) genutzt werden – im Wissen, dass das altehrwürdige Wormatia-Stadion in jüngster Vergangenheit von unschönen Modernisierungsmassnahmen heimgesucht wurde. Die überdachte Haupttribüne wurde mit roten Sitzschalen (und dem unförmigen Schriftzug der Stadt) bestückt und wird von zwei kleineren Nebentribünen mit identischer Bestuhlung flankiert. Die überwachsenen Stehstufen mussten auf der gegenüberliegenden Seite neuen Betonstufen weichen – und sind in den weitläufigen Kurven nicht (mehr) zugänglich. Dies führte zur bizarren Situation, dass die Stehplätze ausverkauft waren! Es leben die Sicherheitsbestimmungen...



Dadurch kamen nicht alle Interessierten in den optischen Genuss zweier beachtlicher Intros: Die heimische Fanszene verwandelte die überfüllte Gegengerade in ein rot-weisses Fahnenmeer, begleitet von einer grösseren Menge Papierschnitzel. Im Gästeblock wurde eine Zettelchoreo in den Vereinsfarben sowie das Spruchband ("Jedes Jahr auf’s Neue halten wir Weiss & Grün die Treue") gezeigt. Kaum waren die farbigen Blätter verschwunden, flatterten ein Dutzend Schwenkfahnen im Wind, die der Fürther Anhang fast ununterbrochen präsentierte. Die Supporter aus Worms konzentrierten sich derweil auf punktuelle Gesänge (ohne Einsatz von optischen Hilfsmitteln) und wussten in Sachen Lautstärke durchaus mitzuhalten.



Auf dem Spielfeld entwickelte sich sofort ein offener Schlagabtausch. Zwar vermochten sich die Gäste aus Franken ein anfängliches Übergewicht an Torchancen zu kreieren, doch die besseren Möglichkeiten erspielte sich Wormatia, als sie zweimal alleine vor dem gegnerischen Keeper vergab. Eine Vorhersage des Endergebnisses schien unmöglich, ebenso Vermutungen zur Stimmung: Der fränkische Anhang zeigten sich für ausdauernde Lieder verantwortlich, was nur eine Hälfte des Gästeblocks zum Mitmachen animierte. In Wormser Reihen wurden die Akteure derweil mit kurzen Schlachtrufen angefeuert, so dass es gelegentlich sogar zu Wechselgesängen mit der Haupttribüne kam. Davon liess sich Wormatia zweifellos beflügeln...



..., denn je länger dieses packende Pokalduell dauerte, desto unkenntlicher wurde der (Zwei-)Klassenunterschied. Bei der SpVgg Fürth stieg die Fehlerquote mit fortlaufender Spieldauer ins Unermessliche, während Worms noch in der regulären Spielzeit mit Nachdruck eine Entscheidung suchte. Erfolglos, so dass der Arbeitstag für alle Beteiligten länger dauerte. Zwar fingen sich die Nürnberger Vorstädter in der Verlängerung ein wenig, doch die besten Gelegenheiten besassen dennoch die Gastgeber mit einem Freistoss an die Querlatte. Und dann kam die 119. Minute, als die Kleeblätter wiederholt von Freiräumen profitierend in Person von Allagui eiskalt zuschlugen, um die Pokalblamage doch noch abzuwenden.

Samstag, 1. August 2009

AC Bellinzona 4 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadio Comunale, Bellinzona
Attendance: 3483 (150)


In einer desaströsen Viertelstunde kassierte Aarau beim bisherigen Schlusslicht aus Bellinzona nicht weniger als vier Gegentore, um sich in Zukunft selbst mit der roten Laterne zu schmücken, Daran vermochte weder eine ansprechende erste Hälfte noch der späte Ehrentreffer von Bengondo etwas zu ändern. Auf den Stehrängen waren die Supporter der heimischen Granata optisch mit einem Doppelhalter-Intro und einer finalen Siegesfeier mit pyrotechnischer Unterstützung (passend zum heutigen Nationalfeiertag) überlegen. Akustisch war auch der Aarauer Anhang zu vernehmen, nachdem einige Aktive verspätet eingetroffen waren – und andere vor der erbärmlichen Leistung in die nahegelegene Gaststätte geflüchtet waren.



U21-Testspiel (0:4-Niederlage in Solothurn): Am Tag zuvor waren schon erste Anzeichen auszumachen, dass sich das Nationalfeiertagswochenende nicht zur Freude der Aarauer entwickeln würde, als die U21-Equipe in Solothurn ebenfalls einen rabenschwarzen Tag einzog – und ebenso vier Gegentore einstecken musste. Nicht zuletzt der ungarische Goalgetter (und ehemalige Profi) Tibor Kalina liess sich nicht in den Griff kriegen und netzte insgesamt dreimal ein, während der Aarauer Nachwuchs vor allem im zweiten Durchgang inexistent blieb.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Kieler SV Holstein 0 SV Wacker Burghausen 1

3. Bundesliga
Holstein-Stadion, Kiel
Attendance: 6016 (150)


Nach einer erholsamen Nacht in der empfehlenswerten Pension Seidel (Brauhaus Aue, EZ à 18 Euro) folgte wiederum ein früher Aufbruch in Richtung Norden. Am späteren Nachmittag wurde die regnerische Küstenstadt Kiel nach Zwischenhalten in Zwickau, Leipzig, Berlin und Hamburg schliesslich erreicht. Der Fussmarsch zum örtlichen Ground am nordwestlichen Stadtrand verschlang nochmals 40 Minuten. Vor Ort ist ein (zwangsweise) hochgerüstetes Stadion zu entdecken, dessen überdachte Haupttribüne mit blauen Sitzschalen bestückt ist. Davor verlaufen weitere Sitzplätze in gleicher Bemalung, auf einer Seite von Holzbänken flankiert.



Die alternden Stehtraversen sind hingegen nur noch in der Gästekurve vorzufinden, während zwei weitere Seiten des Spielfelds mit unromantischen Stahlrohrtribünen (siehe Fotos) versehen wurden. Auf der überdachten Hintertorseite haben sich auch die Kieler Ultras eingefunden, deren Equipe sowohl optisch (mit einigen Doppelhaltern und Schwenkfahnen zu Beginn) als auch akustisch (mit alternierenden Liedern, und gelegentlichen Wechselgesängen) unterstützt wird. In dieser Hinsicht vermochte der weitgereiste Anhang aus Oberbayern (über 900 Kilometer!) mit einem halben Dutzend Zaunfahnen nur selten mit Anfeuerungsrufen entgegenzuhalten.



Das Spielgeschehen war schon vom Vortag bekannt. Eine Mannschaft, namentlich Holstein Kiel, drückte ohne zu reüssieren auf den Führungstreffer, was die Gäste aus Burghausen nach einer halben Stunde durch einen mustergültig vorgetragenen Konterangriff zum 0:1 nutzten, nachdem sie wenige Augenblicke zuvor noch am linken Torpfosten bzw. am eigenen Unvermögen vor dem leeren Gehäuse gescheitert waren. Zwar waren die heimischen Störche in der Folge bemüht, aber auch äusserst fehleranfällig, wodurch es Wacker leicht fiel seinen Vorsprung zu verteidigen. Darunter musste auch die Unterstützung durch das Publikum leiden, was vom Gästeanhang trotz unvorteilhafter Freiluftlage zu hörbaren Gesangseinlagen genutzt wurde.

Dienstag, 28. Juli 2009

FC Erzgebirge Aue 1 FC Ingolstadt 04 0

3. Bundesliga
Erzgebirgsstadion, Aue
Attendance: 8600 (60)


Ein aktuelles Sonderangebot der Deutschen Bahn (DB) namens „Deutschland-Pass“ (einen Monat unbeschränktes Zugfahren zum Preis von 249 Euro) war nicht abzulehnen, so dass es am frühen Dienstagmorgen ins Erzgebirge ging. Der zweite Spieltag der dritten Profiliga sollte genutzt werden, um abgelegene Grounds zu kreuzen. Am angestrebten Zielort angekommen, war in erster Linie eine verwaiste Ruine zu erblicken, die den Titel "Bahnhof" trug. Die Strukturschwäche der hiesigen Region – früher florierende Bergbauregion, heute von Einwohnerschwund bedroht – sprang unweigerlich ins Auge. Ebenso unzählige Schmierereien ("Stirb Schachter"), die die Anhänger des verfeindeten FSV Zwickau im Umland hinterlassen hatten.



Eine Augenweide ist hingegen das örtliche Erzgebirgsstadion (ehemals benannt nach dem früheren DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl), das am nördlichen Stadtrand in einen Talkessel hingebaut wurde. Der Ground verfügt über eine beachtliche Zweiteilung: Eine Hälfte des Stadions ist überdacht und mehrheitlich mit roten Sitzschalen versehen. Auf der gegenüberliegenden Seite erhebt sich eine imposante Stehrampe mit bis zu dreissig Stufen. Die heimische Fanszene – auf den (wenigen) überdachten Stehplätzen zu finden – zeigte zu Spielbeginn einige kritische Spruchbänder (u.a. "Ausgesperrt, doch nie allein" und "Ihr bekommt uns niemals klein!") und eine Blockfahne, die den übrigen Zuschauer allerdings vorenthalten wurde, indem sie vor den aktiven Supportern auf den Boden (?!) gelegt wurde.



Aus der bayrischen Autostadt waren zwar einige Dutzend Anhänger mitgereist, doch sowohl optisch als auch akustisch traten die Ingolstädter nur äusserst selten in Erscheinung. Im Gegensatz zu ihrer Mannschaft, die das Spielgeschehen grösstenteils dominierte – und eine Vielzahl von hochkarätigen Torchancen vergab. Entgegen dem Spielverlauf kam Wismut Aue – wie der Verein im Volksmund noch immer genannt wird – mittels Fallrückzieher zum Tor des Tages und wusste das knappe Ergebnis trotz Platzverweis (Tätlichkeit) über die Zeit zu schaukeln. Dieser Spielverlauf spiegelte sich auch auf den Rängen wieder: Die anfänglichen Supportversuche der Ultras weiteten sich mit der Führung im Rücken auf das gesamte Stadion aus, was eine atemberaubende Stimmung in traumhafter Umgebung ermöglichte.

Sonntag, 26. Juli 2009

FC Aarau 0 BSC Young Boys 3

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 6700 (1200)


Im Duell mit dem Vizemeister aus der Bundesstadt gab es für Aarau nichts zu gewinnen: Individuelle Aussetzer liessen die Young Boys nicht unbestraft, um in Person von Doumbia (zweimal) und Degen für einen diskussionslosen Endstand zu sorgen, während die Aarauer ihre seltenen Torchancen (zweimal Bengondo alleine vor Wölfli) kläglich vergaben. Auch auf den Rängen zeigte sich YB überlegen, deren Anhänger eine sehenswerte Choreographie in Gelb-Schwarz mit einem Spruchband "Uf geits YB kämpfe und siege" präsentierten.



U21-Testspiel (0:2-Niederlage in Baden): Beim geliebten Testspielgegner aus dem Ostaargau – bislang setzte sich die U21-Equipe gegen Baden zweimal (4:1, 2:0) durch – setzte es eine unnötige Niederlage ab. Nach einer ausgeglichenen Halbzeit Eins mit Chancen auf beiden Seiten gewann der Erstligist aus Baden, angetreten mit vielen ex-Aarauern (Lanz, Previtali, Renna, Scherer und neuerdings auch Tarone), mit fortlaufender Spielzeit die Oberhand, um sich in der Schlussphase durch Tore von Papastergio (74.) und Rapisarda (90.) durchzusetzen.

Sonntag, 19. Juli 2009

FC Basel 2 FC Aarau 1

Axpo Super League
St. Jakob Park, Basel
Attendance: 20467 (200)


Zum 22. Mal in Folge blieb Aarau am Rheinknie sieglos. Noch schlimmer: Trotz beherzter Leistung und dem Blitztor von Bengondo (3.) stand die Equipe von Jeff Saibene am Ende mit leeren Händen da. Der Führungstreffer wurde von Stocker, unterstützt durch die nicht zuschnappende Abseitsfalle der Gäste, postwendend egalisiert (5.). Und nachdem sich die Aarauer tapfer gegen die anrollenden Angriffe gewehrt hatten, erledigten sie sich mit einem Luftluft Aquaros gleich selbst, sodass Streller in der Nachspielzeit nur noch einzuschieben brauchte. Auf den Rängen zeigte der heimische Anfang zu Beginn eine riesige rotblaue Blockfahne und wenig später ein medienkritisches Spruchband ("Blick gibt rote Laterne an NZZ ab – traurig aber wahr").



U21-Testspiel (2:2-Unentschieden gegen Wangen b.O.): Anhaltende Regenfälle bescherten dem Aarauer Nachwuchs zu Beginn der Vorbereitungsphase ein kurzfristiges Heimspiel, doch die Wangener fanden sich auf dem Kunstrasen im Schachen anfänglich besser zurecht: Nach 22 Sekunden schlug es erstmals im heimischen Gehäuse ein. Und auch nach dem Ausgleichstreffer von Dätwyler in der sechsten Minute reagierte der gastierende Erstligist postwendend mit dem erneuten 2:1-Führungstreffer. Eine Viertelstunde vor dem Ende vermochte schliesslich Caio Ferreira, ein brasilianischer Testspieler, mit einem sehenswerten Kopfballtreffer auf Zuspiel von Zeqiri für die erneute (und ebenso verdiente) Egalisierung des Ergebnisses zu sorgen.