Mittwoch, 25. Juli 2007

FC Sion 3 FC Aarau 0

Axpo Super League
Stade de Tourbillon, Sion
Attendance: 11200 (100)


Ein Auswärtsspiel unter der Woche im Wallis entpuppt sich für den geneigten ÖV-Benutzer, dessen Wohnort sich in einer Servicewüste von Bus & Bahn befindet, schnell als (unlösbare) Herausforderung. Kurzerhand musste eine passende Mitfahrgelegenheit organisiert werden, was in Form eines Exil-Wallisers auch wunderbar funktionierte. Überpünktlich, und mit weiteren Mitfahrern an Bord, wurde das „Tourbillon“ (zu deutsch: Wirbelwind) erreicht, wo sich schliesslich der heimische Kop für ein erstes Highlight verantwortlich zeigte: Beim Einmarsch der Mannschaften fanden grössere Mengen an Papierschnitzeln und Wurfrollen den (kurzen) Weg auf das Spielfeld; dahinter zeichnete sich eine breite Wand voller Fahnen und Doppelhalter ab. Im Gästeblock präsentierte die Aarauer Hundertschaft ihr übliches Doppelhalter-/Fahnenintro – aufzufallen vermochte da schon eher das interne Transparent „Nicky: Unsere Gedanken sind bei dir!“



Auf dem Spielfeld konnten sich die Aarauer die erste Torchance notieren lassen, als Ianu (erstmals in der Startformation) alleine, aber erfolglos auf den gegnerischen Keeper loszog. Im Verlaufe der ersten Halbzeit sahen sich die Gäste aber immer stärker in die eigene Hälfte zurückgedrängt, ohne dass Sion allerdings zu nennenswerten Chancen gekommen wäre. Nach 25 Minuten trug das konsequente Spiel über die Flügel die gewünschten Früchte, als Saborio eine Flanke freistehend einnicken konnte (Anmerkung: Die „Kopfballungeheuer“ in der Aarauer Abwehr lassen grüssen...). Die Stimmung war, trotz durchwachsener Beteiligung der Zuschauer, auf heimischer Seite ansprechend laut. Aufgrund der guten Akustik im Stadion vermochten sich allerdings auch die anwesenden Gästefans gelegentlich Gehör zu verschaffen. Die verdiente Führung der Gastgeber, bei denen vor allem die altbewährten Kräfte Reset, Saborio und Chedli herausstachen, hielt bis zum Pausentee ohne grossen Aufwand.



Ohne nennenswerte Intros (und ohne die geistige Anwesenheit der Aarauer Akteure) ging es in die zweite Halbzeit: So konnte der starke Flügelflitzer Reset ungestört zum vorentscheidenden 2:0 einschieben; zehn Minuten später erhöhte erneut Saborio ziemlich humorlos um einen weiteren Treffer. Die Aarauer waren zwar nicht so schlecht, wie es das Ergebnis erahnen lässt – und auch die Sittener produzierten im Spielaufbau unzählige fahrlässige Abspielfehler – doch in den entscheidenden Momenten versagten die Aarauer jeweils, was man von den Gastgebern nicht gerade behaupten konnte. Aarau vermochte sich sogar mehrere hochkarätige Möglichkeiten zu erarbeiten, vergab allerdings kläglich. Übrigens: Gute Schiedsrichterleistung, abgesehen von der kurzen (Selbst-)Profilierungsphase in der Nachspielzeit des zweiten Durchgangs. Die Heimreise wurde also ohne Punkte (und Tore) angetreten, wobei die heimischen Gefilde erst weit nach Mitternacht erreicht wurden.

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