Samstag, 24. Januar 2015

PEC Zwolle 1 AZ Alkmaar 1

Eredivisie
Ijsseldeltastadion, Zwolle
Zuschauer: 12250 (250)


Am nachfolgenden Morgen war die Überraschung gross, als sich die Landschaft in einem dichten Schneetreiben wiederfand. Da war schnell geklärt, dass der unterklassige Fussball in Form eines nachmittäglichen Amateur-Spiels aus Witterungsgründen in grossen Teilen des niederländischen Königreichs ausfallen würde. Umso erfreulicher, dass die Verantwortlichen von Zwolle ebenfalls frühzeitig kommunizierten, dass der Austragung ihres Heimspiels nichts im Wege stehen würde. Das Kunstrasenfeld beim amtierenden Pokalgewinner - im Endspiel setzte sich Zwolle gegen den favorisierten Landesmeister Ajax Amsterdam (wie einige Wochen später wiederum im Supercup) durch - war bereits in den Morgenstunden von der weissen Schicht befreit worden.



Der heutige Ground war im Jahr 2009 an der Stelle des vormaligen Spielorts (Oosterenkstadion) errichtet worden und präsentiert sich mit erhöhten Sitzrängen, wie es in den Niederlanden nicht selten vorkommt. Es dominieren blaue Schalensitze. Auf der Gegenseite liest sich der Schriftzug "FC Zwolle" mit Hilfe von weissen Sitzen, während auf einer Hintertortribüne einige Stehplätze installiert wurden. Dort waren die aktiven Fans der Gastgeber zu lokalisieren, deren Lautstärke sich im Laufe des Abends jedoch stets auf einem bescheidenen Level bewegte. Die Gästefans hatten (als Intro) einige Schwenkfahnen im Gepäck, doch die akustische Leistung war ebenso schwach, obwohl sich beide Mannschaften mit einer rasanten Anfangsphase empfahlen.



Erst fünf Minuten waren gespielt, als Alkmaar nach einem Eckball durch einen Abschluss von der Strafraumgrenze in Führung ging. Zehn Zeigerumdrehungen später antwortete Zwolle - seit 2012 wieder mit seinem Kürzel PEC (Prins Hendrik Ende Desespereert Nimmer Combinatie) auflaufend - mit dem Ausgleich alleine vor dem Keeper nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Platzhälfte. In der Folge häuften sich die Ungenauigkeiten, was die spielerischen Aktionen in den Hintergrund treten liess. Nun war der Kampf dominierend - und die Begegnung gewann an Emotionalität, was auch die Zuschauer erwachen liess. Einen weiteren Torjubel gab es jedoch nicht mehr zu sehen, weil Zwolle in der spannenden Schlussphase gleich mehrere Abschlusschancen ungenutzt liess.

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